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Frauen im Vorstieg

Die CIPRA wirft mit SzeneAlpen Nr. 100 die Genderfrage in den Alpen neu auf.

Ist Gleichstellung im Jahr 2015 noch ein Thema? Ja, sagt die CIPRA, und wirft mit SzeneAlpen Nr. 100 die Genderfrage in den Alpen neu auf.

Früher arbeiteten die Frauen in den Alpen auf dem Hof. Heute müssen sie oftmals weit zur Arbeit pendeln. Gleichzeitig sind sie meist nach wie vor für die Familienarbeit zuständig. «Alles, was den Arbeitsplatz entfernt von den häuslichen Aufgaben, erschwert die Erwerbsarbeit von Frauen», sagt Silvia Hofmann. In der aktuellen Ausgabe des CIPRA-Themenhefts SzeneAlpen «Frauen im Vorstieg» zieht die Gleichstellungsbeauftragte des Schweizer Kantons Graubünden ein Fazit zur Gleichstellung in den Alpen. Klar ist: Es gibt noch Handlungsbedarf, nicht nur was gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit, sondern auch was die Berufswahl betrifft. Die Rollenbilder sind tief verankert und stehen der freien Berufswahl oft im Wege. Damit wird das Potenzial von Frauen und Männern, ihre individuellen Talente zu entwickeln, bei weitem nicht ausgeschöpft.

Dies hat auch die Regionalentwicklung erkannt. Tatjana Fischer von der Universität für Bodenkultur in Wien/A legt dar, warum Gemeinden und Regionen gut beraten sind, wenn sie (jungen) Frauen Perspektiven bieten. Sie fordert unter anderem eine Solidarität zwischen den Generationen, damit der soziale Zusammenhalt gestärkt wird. In der 100. Ausgabe kommen darüber hinaus weitere Vorsteigerinnen und Heldinnen des Alltags sowie auch ein Mann zu Wort.

Um das Thema zu vertiefen, lädt die CIPRA am 23./24. Oktober 2015 zusammen mit dem Frauenmuseum Hittisau/A zu einem Symposium mit VertreterInnen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Nach einem Referat von Tatjana Fischer werden auf dem Podium und in Workshops Perspektiven und Potenziale von Frauen im Alpenraum ausgelotet.

Weitere Informationen: www.cipra.org/szenealpen

http://www.cipra.org/de/veranstaltungen/symposium-frauen-im-vorstieg-ihr-beitrag-fuer-natur-und-gesellschaft-in-den-alpen