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Frankreichs Alpen sind fast vernetzt

Eine Strasse als Hindernis für Tiere und Pflanzen. Die französischen Alpenregionen werten die ökologische Vernetzung auf. © Rainer Sturm / pixelio.de

Die Regionen Rhône-Alpes und Provence-Alpes-Côte-d’Azur schreiben erstmals gesetzlich fest, wo Tiere und Pflanzen wandern können. Eine Premiere in den französischen Berggebieten.

Frankreich will seine Artenvielfalt dank eines Rasters von ökologischen Korridoren bewahren und damit das Wandern von Tieren und Pflanzen fördern. Die Regionen müssen diese Politik mit einem entsprechendem Planungsinstrument, kurz SRCE (Schéma Régional de Cohérence Ecologique), umsetzen. Die Region Rhône-Alpes hat bereits im Sommer 2014 als eine der ersten Regionen in Frankreich eine solche verbindliche Strategie verabschiedet. Auch in der Region Provence-Alpes-Côte-d’Azur (PACA) steht das Gesetz kurz vor der Verabschiedung. Es braucht noch die Zustimmung des Regionalrats und des Präfekten. Die vorausgehende öffentliche Konsultation wurde im Frühsommer 2014 abgeschlossen. Die beiden Alpenregionen sind damit den anderen Bergregionen Frankreichs – den Pyrenäen, Vogesen, dem Jura und Zentralmassiv – bei der ökologischen Vernetzung einen Schritt voraus.

Das SRCE legt fest, wo in der Region ökologische Korridore verlaufen. Gemeinden und andere Akteure der Raumplanung müssen diese z. B. beim Bau von Strassen berücksichtigen.

Quellen und weitere Informationen: http://biodiversite.rhonealpes.fr/spip.php?rubrique64 (fr), http://www.rhone-alpes.developpement-durable.gouv.fr/le-schema-regional-de-coherence-r208.html (fr), http://www.paca.developpement-durable.gouv.fr/schema-regional-de-coherence-r349.html (fr)