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Flüsse verbinden Menschen

Eine Universität, zwei Ämter, zwei Forschungsstellen, ein Regionalbüro, zwei Umweltorganisationen: Vielfältig und in verschiedenen Alpenländern zu Hause sind die Partner des Projekts Spare. Gemeinsam zeigen sie auf, wie das Management von Flüssen über administrative, kulturelle und fachliche Grenzen hinweg verbessert werden kann.

Flüsse versorgen die Menschen in den Alpen und in Europa mit sauberem Wasser, bewässern die Äcker und Felder der Landwirtschaft und sind Lebensraum vieler Pflanzen und Tiere. Die Menschen nutzen sie zur Erholung und zur Stromproduktion. Das umfassende Fliessgewässer-Management, das in Spare entwickelt wird, ist die Grundlage für die Bereitstellung dieser Ökosystemleistungen. Dank der unterschiedlichen Projektpartner können Anspruchsgruppen aus verschiedenen Bereichen eingebunden werden. Fünf Pilotregionen testen partizipative Methoden, wie diese in die Flussplanung einbezogen und wie gemeinsam Lösungen entwickeln werden können.

Zum Beispiel in Dora Baltea, einer der Spare Pilotregionen: Das Gletscher-Flussgebiet im Nordwesten der italienischen Alpen wurde im vergangenen Jahrhundert intensiv für wirtschaftliches und städtisches Wachstum genutzt. Ufervegetation, Überflutungsflächen und natürliche Wasserabflüsse gingen dadurch verloren. Nun werden im Rahmen von Spare die lokale Bevölkerung, Verwaltungen, die Landwirtschaft, Stromversorger und andere mehr in die Flussplanung eingebunden. In den laufenden Untersuchungen werden die Strömungsdaten im Flussbett überwacht und gemeinsam neue Verfahren zur Erteilung von Wasserkonzessionen ausgearbeitet.

www.cipra.org/de/biodiversitaet

«Berggebiete sind aus geografischen und kulturellen Gründen oft isoliert: Die Zusammenarbeit wie im Projekt Spare ist sehr wertvoll, da persönliche Kontakte geknüpft werden und der Austausch von Wissen und Kompetenzen gefördert wird. Dies führt zu einem besseren Umweltmanagement und zur besseren Landbewirtschaftung.»

Andrea Mammoliti Mochet, Projektpartner Spare, Regionalbüro für Umweltschutz Aostatal/I