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Eine Zukunftsstrategie für die Schutzgebiete

Zerstückelt: Der Nationalpark Stilfserjoch (c) Luigi Casanova

Das italienische System der Schutzgebiete durchlebt unruhige Zeiten. Regionalparks kämpfen mit finanziellen Problemen und müssen sich gegen diejenigen verteidigen, die sie schwächen wollen.

Der Nationalpark Stilfserjoch, einer der bedeutendsten Nationalparks in den Alpen, wurde de facto zerstört und in drei regionale Schutzgebiete aufgeteilt. Aus den betroffenen Gebieten kommen jedoch auch interessante Signale. Dazu gehören Vorschläge für die Errichtung neuer bzw. die Erweiterung bestehender Schutzgebiete und Initiativen zur Vernetzung von Schutzgebieten. Diese Vorschläge verdienen es angehört zu werden. Aber oft ist niemand dazu bereit. Die Alpenkonvention und ihr Protokoll «Naturschutz» sind und bleiben ein wichtiger Bezugspunkt. Solange aber die internationalen Abkommen auf der diplomatischen Verhandlungsebene verharren und sich nicht mit der realen Situation vor Ort befassen, können sie den Menschen, die in den Parks leben, keine Antworten geben.
CIPRA Italien hat sich mit der Problematik auseinandergesetzt und ein Strategiepapier für die Schutzgebiete ausgearbeitet. Es war ein langer Weg mit zum Teil heftigen Debatten unter den Mitgliedsorganisationen, die unterschiedliche Kulturen und Empfindlichkeiten repräsentieren. Sie reflektierten kritisch, wie die Schutzgebiete bisher verwaltet werden. Indem die Betroffenen vor Ort in das komplexe System der Schutzgebiete einbezogen werden, kann die Strategie Antworten liefern, sowohl bezüglich des Schutzes der Biodiversität als auch der Erwartungen an die Lebensqualität. Mit der Adressierung an die Akteure der Alpenkonven­tion ermutigt CIPRA Italien auch jene, den Worten Taten folgen zu lassen. 

www.cipra.org/italien

Quelle: Jahresbericht 2015, CIPRA International, www.cipra.org/jahresberichte

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