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Eine neue Bergpolitik in Frankreich

Die Politik soll die richtigen Anreize für den Klimaschutz setzen, etwa durch den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel. (c) Nuno Murão / Flickr.com

Vor 30 Jahren hat Frankreich ein eigenes Gesetz für die Berggebiete verabschiedet. Jetzt steht die Überarbeitung an. Das Wichtigste zur Novellierung im Überblick.

Im Jahr 1985 hat das französische Parlament ein Gesetz für die Berggebiete verabschiedet. Von den 102 Artikeln bestehen 30 Jahre später nur mehr 35 in ihrer ursprünglichen Fassung. Globale Phänomene, wie der Klimawandel, stellen die Berggebiete ausserdem vor neue Herausforderungen. Manuel Valls, Premierminister, hat daher Bernadette Laclais und Annie Genevard beauftragt, Vorschläge für die Überarbeitung des Gesetzes einzuholen und zu erarbeiten. Mitte Mai 2015 sollen die Ergebnisse der beiden Parlamentarierinnen vorliegen.

Neun Berg- und Umweltorganisationen, darunter CIPRA Frankreich, haben ihre Stellungnahme bereits abgegeben, einschliesslich 21 konkreter Massnahmen. Sie fordern ein Gleichgewicht zwischen Schutz und Nutzen ein. Die Entwicklung zukunftsfähiger und lebenswerter Berggebiete soll gelingen durch neue Konzepte für den Tourismus, die Inwertsetzung der Artenvielfalt, einen suffizienten Lebensstil sowie einen Ausbau der Schiene und des öffentlichen Verkehrs. Die Berg- und Umweltorganisationen erarbeiten in ihrem Papier ausserdem Konzepte für die Sicherung der Grundversorgung sowie der Weiterentwicklung einer Governance für Berggebiete.

 

Quelle und weitere Informationen: http://www.123savoie.com/auvergne-et-rhone-alpes-ensemble-pour-lacte-ii-de-la-loi-montagne/ (fr), http://www.ladepeche.fr/article/2015/02/05/2043593-ils-planchent-sur-l-acte-ii-de-la-loi-montagne.html (fr), http://anem.org/page.asp?ref_arbo=2239&ref_mere=2203 (fr), http://www.cipra.org/fr/positions/acte-ii-de-la-loi-montagne-quelles-politiques-demain-pour-une-montagne-a-vivre (fr)