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Ein Manifest für Terrassenlandschaften

Terrassierte Hänge im Alto Canavese. © CIPRA Italia

Terrassenlandschaften zeugen von der Kreativität und den Mühen ganzer Generationen, im Einklang mit den Bergen zu leben ohne deren Wesen zu beeinträchtigen. Ein Manifest zu deren Schutz trägt dem Rechnung.

Über Jahrhunderte terrasierten Menschen steile Berghänge, um sie bewirtschaften zu können. In den letzten Jahrzehnten führten veränderte landwirtschaftliche Bewirtschaftungsformen, Verwahrlosung und Verstädterung dazu, dass diese Terrassenlandschaften zerfallen oder zerstört werden. Eine internationale Konferenz in Italien legte von 6. bis 15. Oktober 2016 den Fokus auf den Erhalt dieser einzigartigen Kulturlandschaften und deren Bedeutung für Mensch und Umwelt. Verabschiedet wurde auch ein Manifest, um für die ökologische, ethisch-soziale, ökonomische und ästhetische Bedeutung von Terrassensystemen zu sensibilisieren. Es soll dazu beitragen, politische und strategische Vorgaben anzupassen, damit Terrassenlandschaften auf der ganzen Welt in Wert gesetzt werden als Bewirtschaftungsmodell, das sich an Mulitifunktionalität und Nachhaltigkeit orientiert.

Die Konferenz der Globalen Allianz für Terrassenlandschaften (ITLA) fand in den Städten Venedig und Padua und dezentral an zehn weiteren Standorten statt, viele davon in den Alpen. Die über 200 Teilnehmenden aus 20 Ländern konnten sich einen direkten Eindruck verschaffen anhand der Begegnung mit einer Terrassenregion, lokalen Akteuren, Projekten und Geschichten. CIPRA Italien brachten den Teilnehmenden auf einer Exkursion in den Alto Canavese und ins Aostatal das Thema «Terrassenlandschaften und Tourismus» näher.

Weitere Informationen:

www.terracedlandscapes2016.it/ (it/en)
www.cipra.org/it/cipra/italia (it)