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Ein Fest für den Alpenrhein

Mit vereinten Kräften: Paddeln auf dem Alpenrhein. © IMAGEdifferent

CIPRA Liechtenstein. Die Zähmung des grössten Wildbachs Europas begann vor rund 200 Jahren. Heute ist der Alpenrhein ein Kanal. Zumeist intensiv genutzte Kulturlandschaften und einzelne Auwaldreste säumen seinen Lauf.

Der eingeengte Fluss kann seine Aufgaben als Lebensader für Mensch und Natur nicht mehr erfüllen. Auf die Nützlichkeit eines naturnäheren Alpenrheins machten CIPRA Liechtenstein, der WWF Graubünden und St. Gallen, Pro Natura Ostschweiz, der Naturschutzbund Vorarlberg, die Werkstatt Faire Zukunft und der Schweizer Gewässerschutzorganisation Aqua Viva mit einem grossen Fest aufmerksam.

Wo der Alpenrhein das Ellhorn in einem weiten Bogen umfliesst, boten die Veranstalter auf den Kies- und Sandbänken zwischen der Liechtensteiner Gemeinde Balzers und der Bündner Gemeinde Fläsch/CH ein buntes Programm: Kanu fahren auf kleinen Hinterwässern, Wasserinsekten unter die Lupe nehmen, ein Biberfell streicheln oder Sandburgen und Kunstwerke aus Steinen gestalten. Bei Speis und Trank wurde diskutiert und im Zelt der interaktiven Ausstellung «Rheinleben» experimentiert.

Am «Rhy-Fäscht» erlebten die zahlreichen BesucherInnen den weiten Flussraum und das naturnahe Ufer, die am Alpenrhein ansonsten nur noch in den Mastrilser Auen zu finden sind. Verbreiterungen des Flussbettes werden derzeit heftig diskutiert. Sie kämen der Naherholung im übernutzten Talraum ebenso zu Gute wie der natürlichen Vielfalt. Entsprechende Aufwertungen haben die Regierungen der Anrainerländer schon vor langer Zeit vorgesehen. Die Organisatoren werden sich deshalb auch nächstes Jahr wieder mit einem Fest für eine effektive Umsetzung einsetzen.

www.cipra.li