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Die Wirtschaft begrünen

Der Alpenzustandsbericht «Grünes Wirtschaften» liefert Empfehlungen, wie Wirtschaften im Einklang mit Natur und Gesellschaft vorangebracht werden kann. © Samuel Trümpy Photography_flickr

Der 6. Alpenzustandsbericht trägt den Titel «Grünes Wirtschaften im Alpenraum». An einer alpenweiten Konferenz wurden erste Ideen für die Umsetzung der Empfehlungen gesammelt.

Wie kann im Alpenraum grüner gewirtschaftet werden, sodass die Lebensqualität und die Naturqualität weiter gesteigert werden? Dies war die Ausgangsfrage für die Konferenz, die am 11. Mai 2017 in Rosenheim/D stattfand und vom Umweltbundesamt Deutschland und dem ständigen Sekretariat der Alpenkonvention durchgeführt wurde. An der Konferenz wurde der 6. Alpenzustandsbericht vorgestellt zum Thema «Grünes Wirtschaften». «Grünes Wirtschaften», das bedeutet ein Wirtschaften im Einklang mit Natur und Gesellschaft.

Natur und Wirtschaft Hand in Hand?

Doch kann man Natur und Wirtschaft überhaupt unter einen Hut bringen? Markus Reiterer, Generalsekretär der Alpenkonvention, glaubt daran. Es gehe darum, «mit unserer Natur und Umwelt zu wirtschaften, und nicht dagegen», sagt er an der Konferenz. Im Vorwort des Alpenzustandsberichts beobachtet er weiter: «Es wird immer deutlicher, dass das alte Paradigma, nach dem wirtschafts- und umweltpolitische Ziele gegensätzlich bzw. unvereinbar sind, nicht mehr gilt. Es gibt vielmehr einen dritten möglichen Weg.»  Grünes Wirtschaften könne als Antwort auf viele Herausforderungen des aktuellen Wirtschafssystems eine Besserung herbeiführen, sei es, wenn es darum gehe, das zu erhalten, was uns erhalte, sei es, wenn es darum gehe, durch Erfindergeist und Innovation mehr Lebensqualität mit weniger Umweltbelastung zu erreichen.

Vom Grundsatzpapier zur Umsetzung

An der Konferenz zu «Grünem Wirtschaften» lag der Fokus auf Praxisnähe. Die Teilnehmenden konnten sich über gute Beispiele informieren. Danach folgte eine Diskussion darüber, wie «Grünes Wirtschaften» im Alpenraum zum Standard werden kann, und erste Ideen für die Umsetzung keimten auf. Andreas Pichler, Geschäftsführer von CIPRA International, resümiert: «Wir haben sehr viele Ideen gesehen, wie es funktionieren kann.» Nun gelte es, sich auf wenige wichtige Handlungsfelder zu konzentrieren, zu schauen wo es schon Gutes gebe und zu unterstützen, dass daraus mehr werde. «Die Wirtschaft wird sich nicht von alleine ändern, aber die Richtung, in die sie sich ändern muss, ist klar.»

 

www.alpconv.org/de/AlpineKnowledge/RSA/greeneconomy/default.html