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Die kühlen Köpfe im Treibhaus: Interview mit einem cc.alps Preisträger

"Die Bewohner fühlen sich unmittelbar mit dem Projekt verbunden..." - Das Thermalbad Snovik hat für seine Aktivitäten zur Energieeinsparung einen der sieben Preise des cc.alps-Wettbewerbes der CIPRA gewonnen. Wir haben Geschäftsführer Ivan Hribar zum Projekt interviewt.

Der Weg zum umweltfreundlichen Unternehmen

Gleich zu Beginn haben wir uns vorgenommen, im unversehrten Snoviktal in Slowenien ein umweltfreundlich angelegtes Thermalbad zu bauen, das sich besser in die natürliche Umwelt einfügt und dabei auch energieeffizient ist. Mit technischen Massnahmen wird trotz niedriger Wassertemperatur ein hocheffizienter und auch Kosten sparender Betrieb des Thermalbades ermöglicht.

Der Preis

Wir sind sehr stolz auf den Preis des cc.alps-Wettbewerbs und er ist moralisch und finanziell sehr wichtig für uns. Der Förderpreis hat sich auch als gutes Marketingtool für das Warenzeichen «Terme Snovik » erwiesen. Inzwischen wurde der Preis teilweise eingelöst durch die Teilnahme an einer Exkursion zum Thermalbad Strunjan und zum neuen Kempinski Palace Hotel in Portorož. Der restliche Teil der Mittel wird in neue Projekte mit erneuerbaren Energien investiert, z.B. in die KWK-Anlagen (Nutzung von Biomasse zur Stromerzeugung) und Photovoltaik.

Energieeffizienz in Unternehmen

Soweit ich das beurteilen kann, ist in Slowenien ein zunehmendes öffentliches Interesse an Projekten der Energieeffizienz zu verzeichnen. Ein allgemeines Klima, das derzeit sowohl auf nationaler als auch auf der EU-Ebene geschaffen wird, trägt deutlich dazu bei. Zu uns kommt jede Woche eine Gruppe Exkursionsteilnehmer, die über verschiedene «best practice» Beispiele aus dem Gesamtsystem der Energieeffizienz unseres Unternehmens informiert werden möchte.

Finanzielle Vorteile oder Beitrag zum Klimaschutz?

Ich glaube, dass sich die Firmen in erster Linie  für energieeffiziente Projekte entscheiden, weil für diese Projekte entweder seitens des Staates oder seitens der EU finanzielle Anreize geschaffen werden können. Dass die Energieeffizienz auch zum Klimaschutz beiträgt, ist vielen Leuten noch nicht ganz bewusst.

Zusammenarbeit mit der Bevölkerung

Dies funktionierte bei uns problemlos. Unser Biomasse-Lieferant ist ein Bauer aus Snovik, der uns die Heizenergie verkauft. Die Dorfbewohner begleiteten die Planung vom Thermalbad Snovik von Anfang an. Es wurde gemeinsam durchdacht, wie sie am Betrieb des Thermalbades mitwirken können. Vor Beginn des Baus wurden alle Häuser im Dorf mit solarthermischen Kollektoranlagen ausgestattet. Dadurch konnte erreicht werden, dass das ganze Dorf nach den Prinzipien der Energieeffizienz und des Klimaschutzes funktioniert. Die Leute fühlen sich unmittelbar mit dem Projekt verbunden und tragen so im kleinen Rahmen ebenfalls zum Schutz der Umwelt im Snovik-Tal bei.

Zukunftspläne

In der Therme Snovik haben wir kurz-, mittel- und langfristige Pläne erarbeitet, die allerdings alle an die Funktionsfähigkeit des Tales gebunden sind. Unsere kurzfristigen Pläne sind die Vergrösserung der Wasserflächen, die Erweiterung der zusätzlichen Angebote und die Ausdehnung unserer kulinarischen und Kongressangebote. Der langfristige Plan ist der Bau eines 5-Sterne-Hotels. In jedem Fall basiert die Entwicklung auf umweltfreundlichen Tourismus, das Entspannung in einer ruhigen natürlichen Umwelt ermöglicht und auf der Nutzung erneuerbarer Energieträger beruht.