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Die geschönte Klimabuchhaltung der Schweiz

Nur mit einer sofortigen Reduktion der CO2-Emmissionen sind gravierende Folgen abzuwenden. © Thorben Wengert, pixelio

Das Schweizer Umweltministerium zog kürzlich eine positive Bilanz zum Klimaschutz: Kyoto-Ziel erreicht. Doch eine eben erschienene Studie zu den Folgen der Erderwärmung in der Schweiz kommt zu einem anderen Schluss.

Die Klimabilanz des Schweizer Bundesamts für Umwelt von April 2014 zieht ein erfolgreiches Resümee für die Jahre 2008 bis 2012. Es sei gelungen, die Klimagase um rund acht Prozent zu senken. Das Kyoto-Ziel sei erreicht. Kritik am Bericht gibt es vor allem deshalb, weil die Reduktion in der Schweiz selbst spärlich ist. Die internationalen Vorgaben wurden nur durch den Kauf von Zertifikaten aus dem Ausland erreicht. Dabei ist eine effektive Klimapolitik dringender denn je. Das legen Wissenschaftler aus verschiedensten Fachbereichen nahe, die sich im Bericht «CH2014-Impacts» mit den Folgen des Klimawandels in der Schweiz auseinandergesetzt haben. Demnach sei die sofortige Reduktion von CO2 unausweichlich, um negative Folgen abzuwenden – sowohl auf globaler wie auf nationaler Ebene. Massnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels müssten Hand in Hand mit dem Klimaschutz gehen. Denn die Veränderungen sind gravierend, wie zahlreiche Studien belegen: Es muss unter anderem mit einem rasanten Rückgang der Gletscher, mit Schwankungen bei der Abflussmenge von Flüssen, mit der Verschlechterung der Trinkwasserqualität und mit einem Schwund der Artenvielfalt gerechnet werden.

Quelle und weitere Informationen: https://www.ethz.ch/de/news-und-veranstaltungen/eth-news/news/2014/03/klimafolgen-fuer-die-schweiz-abschaetzen.html , http://www.wsl.ch/medien/news/CH2014_impacts/index_DE , http://www.kommunikation.unibe.ch/content/medien/medienmitteilungen/news/2014/ch2014/index_ger.html