Benutzerspezifische Werkzeuge

  Suchfilter  

News

Den Autoverkehr zu reduzieren ist ein Langstreckenrennen

(c) Rainer Sturm / pixelio.de

Der ausufernde Autoverkehr bringt grosse Probleme mit sich, vor allem in den Städten. Die vielen Autos sind unter anderem verantwortlich für Luftverschmutzung, Lärm und Raumverschwendung.

Der öffentliche Verkehr ist eine sinnvolle Alternative dazu. Er hat viele positive Aspekte, die teilweise neu erkannt werden müssen: Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, beansprucht weniger Platz, spart Geld und manchmal auch Zeit, erweitert sein Beziehungsnetz und bleibt flexibel.
Auf nationaler Ebene werden Massnahmen umgesetzt, wenn auch nur schleppend. Leider kommen die Dinge jedoch häufig nur voran, weil eine Strafe droht: Im Jahr 2013 wurde der slowenische Staat von der Europäischen Kommission verwarnt, weil europäische gesetzliche Feinstaub-Grenzwerte überschritten werden. Und der motorisierte Verkehr ist die Hauptursache dafür.
Gewohnheiten zu ändern ist keine einfache Aufgabe, und die Auswirkungen sind oft erst nach Jahren erkennbar. Seit sechs Jahren veröffentlicht CIPRA Slowenien eine Broschüre mit den Fahrplänen sämtlicher öffentlicher Verkehrsmittel in den slowenischen Alpen – obwohl dies eigentlich die Aufgabe des Staates wäre. Diese Informationen sind an keiner anderen Stelle derart gebündelt zu finden. Die Broschüre wird von TouristInnen und BewohnerInnen gleichermassen genutzt.
Darüber hinaus hat die Broschüre noch eine weitere Funktion: die Bedeutung der nachhaltigen Mobilität in den Alpen zu betonen. Die Zusammenarbeit der 18 Partner in diesem kleinen, aber wirkungsvollen Projekt veranschaulicht den Erfolg. Die Broschüre wächst von Jahr zu Jahr, neue Linien entstehen. Im Jahr 2014 konnten wir 37 Bus-, Zug-, Seilbahn- und Schiffslinien sowie eine grenzüberschreitende Linie nach Österreich aufführen.


www.cipra.org/slovenija (sl)

Quelle: Jahresbericht 2014, CIPRA International, www.cipra.org/jahresberichte

abgelegt unter: