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Ausstellung „Von blauen Ziegen und schwarzen Schweinen“ vor vollem Haus eröffnet

v.l.n.r.: Helmut Pechlaner; Markus Hopfner, BMLFUW; Dagmar Schratter, Tiergarten Schönbrunn; Günter Jaritz, Zuchtverein für traditionelles Nutzgeflügel in den Alpen; Franz Maier, UWD. (c) Umweltdachverband/Grebenjak

"Von blauen Ziegen und schwarzen Schweinen - Eine Ausstellung über eine Reise quer durch die Alpen zu den letzten ihrer Art" lautet der Titel der sehenswerten Fotoausstellung von Günter Jaritz, die gestern Abend am 27. Mai 2015 im Tirolerhof im Tiergarten Schönbrunn ihre Vernissage feierte. Die Ausstellung ist noch bis 21. Juni im Tirolerhof zu bewundern.

Und die Eröffnung war ein voller Erfolg: Direktorin Dagmar Schratter persönlich ließ es sich nicht nehmen, im feierlichen Rahmen vor vollem Haus dieses Ergebnis der Zusammenarbeit von Umweltdachverband und dem "Zuchtverein für traditionelles Nutzgeflügel in den Alpen" zu präsentieren. "Der Tiergarten setzt sich nicht nur für den Erhalt bedrohter Wildtierarten ein, sondern auch für gefährdete Nutztierrassen. Am Tirolerhof sind einige dieser selten gewordenen Rassen zu sehen und wir bringen unseren BesucherInnen hier den Wert alter Nutztierrassen näher", betonte Schratter.

"Immer mehr muss die Vielfalt der Natur der Einfalt des Menschen weichen. Alpenweit sind nicht weniger als 131 alte Nutztierrassen in ihrem Bestand gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Das wollen wir mit dieser Ausstellung bewusst machen und damit auch auf einen bisher vernachlässigten Aspekt der Biodiversität aufmerksam machen. Mit dem Rückgang der traditionellen Nutztiere geht oft auch der Verlust von Kulturlandschaften wie artenreicher Trockenrasen oder Weidewälder einher. Wenn seltene Nutztierrassen verschwinden, hat dies also auch direkte Auswirkungen auf die Vielfalt der Landschaft", bemerkte Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes. "Die alten Nutztierrassen, die wesentlich für die historische Kulturnahme der Landschaft des Alpenbogens waren und erst eine dauerhafte Besiedelung der Alpenregionen ermöglicht haben, sind - v. a. durch moderne Haltungsformen - jedoch vom Aussterben bedroht. Dem wollen wir aktiv entgegenwirken. Höchste Zeit also, sie wieder ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit zu rücken!", ergänzte Jaritz. BesucherInnen haben in den nächsten drei Wochen Zeit, selbst einen Blick auf die einzigartigen Fotografien zu werfen. Die Ausstellung ist noch bis 21. Juni im Obergeschoss des Tirolerhofes zu sehen.

Übrigens: Die Ausstellung macht im Sommer zusätzlich an folgenden Orten Station:

- Juli 2015: "Haus der Berge", Nationalpark Berchtesgaden,  83471 Berchtesgaden.

- August 2015: Nationalparkzentrum Hohe Tauern, 5730 Mittersill.