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Ausgezeichneter Tourismus

Silva Semadeni, Nationalrätin und Präsidentin von Pro Natura, überreicht den CIPRA-Schweiz-Preis an Kaspar Howald und Cassiano Luminati (rechts) von «100% ValPoschiavo». © CIPRA Schweiz

Es gibt Erfolgsgeschichten im Tourismus. Innovative Projekte in den Alpen machen auf sich aufmerksam. Dass nachhaltiger Tourismus auch wirtschaftlich viel bringt, beweist ein deutscher Nationalpark.

Die Schweizer Pärke sind weltweit «Best Practice» für Nachhaltigkeit im Tourismus. Bei den internationalen «Tourism for Tomorrow Awards» in der Kategorie «Destination» wurde das Netzwerk Anfang April 2016 aus 160 Kandidaten unter die besten drei gewählt. «Die umweltfreundliche Anreise mit dem öffentlichen Verkehr, die Vermarktung von regionalen Parkprodukten und die nationalen Kooperationen mit PostAuto oder Coop haben die Experten offensichtlich beeindruckt», freut sich Tina Müller, Tourismusverantwortliche beim Netzwerk Schweizer Pärke.

Ein weiterer Preis für Nachhaltigkeit im Tourismus auf nationaler Ebene wurde von CIPRA Schweiz erstmalig verliehen. Aus den vielfältigen Einreichungen erhielten zwei Schweizer Projekte das Preisgeld von 5000 Franken: «100% Valposchiavo» setzt sich für eine bessere Inwertsetzung von regionalen Landwirtschaftsprodukten im touristischen Angebot und im Tourismusmarketing der Valposchiavo ein. Der zweite Preis ging an das «Café Greina», das einen wertvollen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung leistet. Der Verein Pamirlink im tadschikischen Pamir erhielt den Solidaritätspreis, der an Projekte aus dem globalen Süden geht und mit 2000 Franken dotiert ist.

Nachhaltiger Tourismus ist auch in Deutschland Thema. So präsentierte das Bundesamt für Naturschutz zwei Leitfäden: Der erste fokussiert darauf, wie sich Tourismusdestinationen nachhaltiger aufstellen können und dabei ökologische, ökonomische und soziale Aspekte berücksichtigen. Der zweite unter dem Titel «Faszination Natur erlebbar machen» macht Empfehlungen, wie sich interessante Naturerlebnisangebote konzipieren lassen.

In der aktuellen Fallstudie «Regionalwirtschaftliche Effekte von Tourismus» der Universität Würzburg/D wurden ausserdem die regionalökonomischen Effekte des Nationalparks Berchtesgaden präsentiert. Die Bayerische Staatsministerin Ulrike Scharf freut sich, dass der Nationalpark an die 600 Arbeitsplätze sichert und lobte das wirtschaftliche Erfolgsmodell.

Quellen und weitere Informationen:

www.wttc.org/tourism-for-tomorrow-awards/winners-and-finalists-2016/ (en), www.cipra.org/de/cipra/schweiz/aktivitaeten-projekte/cipra-preis-schweiz-2016, www.bmub.bund.de/N52889, www.bmub.bund.de/N52890, www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de/medien/pressemitteilungen/2016/index.htm