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Alpine Raumplanung kompakt

Agglomerationen gehen unterschiedlich mit Pendlerverkehr und Raumplanung um. Wie, zeigt das Projekt Respont. © berggeist007 / pixelio.de

Warum ist Bozen eine so kompakte Stadt? Wie arbeiten französische und Schweizer Gemeinden im Grossraum Genf zusammen? Was heisst es für die Entwicklung von Ljubljana, dass Slowenien keine Regionen kennt? CIPRA Frankreich und Irstea geben jetzt in einer Studie Antworten darauf.

Innsbruck/A, Grenoble/F, München/D, Bozen/I, Genf/CH und Ljubljana/SI. Diese Städte stehen für Agglomerationen im Alpenraum und für unterschiedliche Konzepte der Raumplanung. Respont, ein Projekt von CIPRA Frankreich und dem Forschungsinstitut Irstea in Grenoble, hat nachgefragt, wie diese Städte gestaltet werden und wer darüber bestimmt. Das Ergebnis: ein vielfältiges Bild der alpinen Raumplanung. In Slowenien liegt die Raumplanung in der Hand des Staates und der Gemeinden. Eine koordinierende Region gibt es nicht. Und so fahren täglich 100'000 Menschen meist mit dem Auto zur Arbeit nach Ljubljana, ohne dass die betroffenen Gemeinden effektiv zusammen eine Lösung für das Verkehrsproblem finden.

Anders im Grossraum Genf. Während sich die Arbeitsplätze auf Schweizer Seite befinden, werden in Frankreich Böden für Wohnraum verbaut. Gerade aber in Frankreich hat die gemeinsame Raumplanung auf kommunaler Ebene eine lange Tradition. So ist eine gemeinsame Vision für die gesamte Agglomeration Inhalt eines grenzübergreifenden Projekts.

Trotz dieser nationalen Unterschiede gilt für alle untersuchten Städte, dass es einen Trend bzw. Wunsch nach mehr Governance und einer stärkeren Kooperation zwischen Stadt und Umland gibt.

Die Faktenblätter aus dem Projekt Respont («residential pressure on mountain territories») zur Raumplanung in sechs Alpenländern gibt es in Französisch als Download unter: http://www.cipra.org/fr/publications/france (fr)