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Alpenplan und Riedberger Horn – Wir kämpfen weiter!

Bild: CIPRA Deutschland

Anlässlich des Internationalen Tages der Berge am 11. Dezember fordert CIPRA Deutschland und ihre Mitgliedsorganisationen weiterhin den unveränderten Erhalt des Alpenplans und den Schutz des Riedberger Horns.

Die erstmalige Änderung des Alpenplans in der Schutzzone C am Riedberger Horn, durch die nun der Bau einer Skiverbindung  ermöglicht werden soll,  ist ein Präzedenzfall mit weitreichenden Auswirkungen. Es ist zu befürchten, dass weitere bayerische Alpengemeinden Änderungen des seit 45 Jahren uneingeschränkt gültigen Alpenplans fordern werden.

Der Alpenplan gehört zum Landesentwicklungsprogramm Bayern (LEP). Damit ist er integraler Bestandteil des fachübergreifenden Zukunftskonzepts der Bayerischen Staatsregierung für die räumliche Ordnung und Entwicklung Bayerns. Die Bayerische Staatsregierung ließ in einem lokalen Bürgerbegehren mit knapp 1100 stimmberechtigten Bürgerinnen und Bürgern über diese bayernweite Norm abstimmen. Dies als politische Begründung für die Änderung einer landesweiten Norm zu verwenden, stellt einen politischen und rechtlichen Skandal dar. Die Grundzüge überregional gebotener Entwicklung und Ordnung wurden zu Gunsten von Einzelinteressen hintan gestellt. Das demokratische Grundempfinden von vielen Bürgerinnen und Bürgern wurde damit missachtet.

Wir, die Mitgliedsorganisationen von CIPRA Deutschland, bezweifeln das rechtmäßige  Zustandekommen dieser Änderung. Deshalb unterstützen wir die gerichtliche Prüfung der Änderung in einem Normenkontrollverfahren. Wir werden uns auch weiterhin öffentlich für den uneingeschränkten Erhalt des Alpenplans und seiner Schutzzonen einsetzen. Bayerns einzigartige Bergwelt darf nicht Zug um Zug wirtschaftlichen Einzelinteressen geopfert werden, sondern sie bedarf des Schutzes für diese und zukünftige Generationen.

Info zum „Internationalen Tag der Berge“
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschloss nach dem großen Erfolg des internationalen Jahrs der Berge im Jahr 2002, weltweit den internationalen "Tag der Berge"  einzurichten. Dieser wird am 11. Dezember begangen und soll ein Bewusstsein für die Probleme der Berglandschaften schaffen sowie aufzeigen, wie Nachhaltigkeit in der Bergwelt gelebt werden kann.