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Alpenflüsse ohne Wasser

Fische und andere Lebewesen in und an Gewässern sind bedroht, werden die Restwassermengen nicht eingehalten. © Paul-Georg Meister / pixelio

Die Arbeitsgemeinschaft der Fischereiverbände warnt: Das per Gesetz bestimmte Restwasser fehlt in vielen Alpenflüssen. Das hat Folgen - nicht nur für Tiere und Pflanzen.
Der Fischereiverband zählte 400 Schweizer Kraftwerke auf, die zu wenig Wasser durchlassen. Ähnlich sei die Situation auch in anderen Teilen der Alpen: In Südtirol nutzten grosse KraftwerksbetreiberInnen gesetzliche Schlupflöcher, um Restwasser zu sparen. Bei Anlagen in Slowenien werde meist das gesamte Wasser ausgeleitet, Verstösse aber von Amts wegen nicht kontrolliert.
In allen Alpenländern wird den Flüssen mehr Wasser entnommen als ökologisch verträglich ist. Der Druck steigt zusätzlich durch die Landwirtschaft und die Produktion von Kunstschnee. Die Arbeitsgemeinschaft der Fischereiverbände der Alpenländer (ARGEFA) fordert daher in einer Medienmitteilung die Regierungen der Alpenstaaten auf, sich gemeinsam für den Schutz der Gewässer und die Erhaltung bzw. Wiederherstellung eines artenreichen Fischbestands einzusetzen.
"Menschen brauchen eine gewisse Mindestmenge an Blut, damit sie überleben. Genauso ist es mit Bächen und Flüssen", so Theo Kindle, Mitglied von ProFisch Alpenrhein und ehemaliger Leiter des Amts für Umwelt in Liechtenstein. Über 50 Prozent der Tiere und Pflanzen leben an und im Wasser. Sinkt der Wasserspiegel, wird der Lebensraum für Wanderfische, Kleinstlebewesen und Pflanzen zerstört. Auch mit Folgen für den Menschen: Grundwasser als Trinkwasserspeichervorräte kann nicht mehr erneuert werden.
Quelle und weitere Informationen: www.lfvbayern.de/aktuelles-presse