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"Flugschnee" für grüne Wiesen

Schneetransporte mit dem Hubschrauber machten das Skirennen in Kitzbühel/A trotz grüner Hänge möglich. © Joujou/pixelio

Statt weisser Pracht können viele Wintersportgebiete zunehmend nur grüne Hänge bieten. Seilbahn-Unternehmen und TouristikerInnen versuchen trotzdem mit allen Mitteln, einen gewinnbringenden Tourismus zu ermöglichen. Ohne die Natur, versteht sich.
Es ist Sonntag, die Prognose verspricht mindestens fünf Stunden Sonnenschein, kaum Wind, die Landschaft ist weiss verschneit und alle Liftanlagen sind geöffnet. So sieht der optimale Tag für Skibegeisterte, aber auch für die Seilbahnindustrie aus. Denn nur dann wird mit dem Skibetrieb Geld verdient. Die Wahrscheinlichkeit solcher Tage wird sich aber vom Hochwinter in Richtung Ostern verschieben und der Schneemangel weiter zunehmen, wie nun eine Studie der Universität München/D belegt.
Die Verzweiflung, eine Aushilfe für Frau Holle zu finden, ist gross. Bereits heute hat sie Zehntausende VertreterInnen im Alpenraum gepackt, die gemeinsam eine Fläche so gross wie den Bodensee beschneien. Dabei verbrauchen die Schneekanonen gleich viel Wasser wie die Stadt München in einem Jahr.
Besonders verzweifelt ob der grünen Hänge waren letztes Wochenende auch die Veranstalter der Skirennen in Kitzbühel/A. Da Schneekanonen nur bei Temperaturen um den Gefrierpunkt funktionieren, wurden kurzerhand rund 1'800 Tonnen Schnee aus höheren Lagen besorgt. Gebraucht hat es dafür 900 Hubschrauberflüge. Gerechtfertigt wird der Einsatz mit dem enormen Werbewert der Veranstaltung - und der Trinkwasserqualität des "Flugschnees", der gut sein soll für die Natur.
Quellen und weitere Informationen:
www.uni-muenchen.de/aktuelles/spotlight/2014