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Stopp für Brummis am Mont-Blanc-Tunnel

Den Gemeinden im Arve- und Chamonix-Tal stinkt es: Sie fordern ein Fahrverbot für LKWs. © Uwe Steinbrich / pixelio.de

Eigentlich dürften ab November 2013 keine Euro-3-Lastwagen durch den Mont-Blanc-Tunnel fahren. Doch Italien und die Gesellschaft, die den Tunnel verwaltet, verweigern die Umsetzung dieser regionalen Luftschutz-Massnahme. Jetzt wehren sich die betroffenen Gemeinden.
Die Luft im Arve-Tal ist schlecht. Immer wieder werden Grenzwerte überschritten. Daher wurde für dieses Gebiet im Februar 2012 Frankreichs erster Atmosphären-Schutzplan erstellt. Die wichtigste Massnahme betrifft den Güterverkehr: Während der Wintermonate, wenn die Luftverschmutzung am grössten ist, müssen die Lkw der Klasse Euro III, d. h. Schwerfahrzeuge mit Zulassung zwischen 2000 und 2005, auf die "Schienenautobahn" zwischen Aiton/F und Orbassano/I. Die Fahrt durch den Mont-Blanc-Tunnel soll ebenso verboten werden wie die Befahrung des Strassentunnels Fréjus. Am 1. November 2013 hätte diese Massnahme endlich umgesetzt werden sollen. Doch die italienischen Behörden haben sowohl ein vollständiges Fahrverbot abgelehnt wie ein teilweises. Eine Einigung in der zwischenstaatlichen Kommission, die den Tunnel verwaltet, ist jetzt notwendig. Um eine Einführung des Fahrverbots ab 1. Januar 2014 zu erwirken, haben im Herbst 2013 die Gemeinden des Arve-Tals und des Chamonix-Tals jeweils einstimmig einen entsprechenden Antrag verabschiedet und beim Präfekten eingereicht.
Quelle und weitere Informationen: www.chamonix.fr/index.php?option=com (fr), www.fne.asso.fr/fr (fr), www.123savoie.com (fr), http://inspire74.com/inspire-le-film (fr)