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Illegale Müllberge in Italiens Westalpen

Müll in der Umwelt

Alte Reifen, Ölfässer, Alteisen: In den Italienischen Alpen türmen sich die Berge illegalen Mülls. © norito / pixelio.de

Die nicht gesetzeskonforme Müllentsorgung in Norditalien nimmt zu. Das zeigt ein Bericht von Legambiente. Über die Mafia, Ökokriminalität und die Forderungen Italiens grösster Umweltorganisation.
Altöl, Batterien, Auto-und Lkw-Teile sowie asbesthaltige Materialien müssten eigentlich umweltgerecht entsorgt werden. Immer mehr dieser giftigen Abfällen werden hingegen an verkehrsarmen Bergstrassen und in entlegenen Tälern der piemontesischen Alpen entdeckt. So wurden 17´000 Quadratmeter Sondermüll auf einem Gelände in der Provinz Verbano/I 2012 gefunden. Einer der Gründe für die illegale Entsorgung seien, so der staatliche Forstdienst, die geringeren Kosten. Die Beseitigung einer Tonne Alteisen koste auf dem Schwarzmarkt nur 100 Euro. Bei einer umweltgerechten Entsorgung müssten einschliesslich Transport 300 Euro bezahlt werden.
Italienweit floriert das Geschäft mit der illegalen Müllentsorgung. Das zeigt der kürzlich veröffentlichte Bericht "Ökomafia 2013" von Legambiente. Bereits zum 20. Mal bringt er Zahlen und Fakten zur Ökokriminalität. Während im Süden des Landes hinter den Ökosündern meist die Mafia steckt, sind die Täter im Norden einzelne Anbieter. In den letzten vier Jahren ist die Umweltkriminalität italienweit um 32,4 Prozent gestiegen. Unter den Regionen liegt das Veneto an 11. Stelle, das Piemont an 15. Stelle, Friaul-Julisch Venetien an 16. Stelle und Trentino-Südtirol an 18. Stelle.
Legambiente verlangt zur Bekämpfung der Umweltkriminalität schärfere Strafen und eine entsprechende Anpassung des Strafgesetzes.
Quellen und weitere Informationen: www.dislivelli.eu/blog (it), www.edizioniambiente.it/libri/911 (it), www.legambiente.it/contenuti/comunicati (it), www.educazionesostenibile.it/portale (it).