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Unterwegs auf Italiens ex-Militärstrassen: rasend schnell oder Schritttempo?

Mountainbiker und Outdoorwagen auf Militärstrasse

Wie Freizeitsportler künftig ehemalige Militärstrassen nutzen können, wird derzeit in Italien heiss diskutiert. © Francesco Pastorelli

Freizeitsportler tobten sich lange Zeit ohne Regeln auf ehemaligen Militärstrassen in den italienischen Westalpen aus. Jetzt soll, dort wo einst Soldaten marschierten, Ordnung gemacht werden - auf ganz unterschiedliche Art.
Ein dichtes Netz von Militärstrassen durchzieht die piemontesischen Alpen. Gebaut wurden sie, zuletzt vor dem Zweiten Weltkrieg, wegen der strategischen Bedeutung der Alpenübergänge. Heute wird das Strassennetz von Bergsteigern und Mountainbiker, aber auch von Motorrad- und Quadfahrer genutzt. Die Befahrung regeln Gemeinden und Regionen ganz unterschiedlich. So planen Frankreich und Italien nun gemeinsam Massnahmen zur Instandhaltung sowie Zugangs- und Nutzungsbedingungen für die rund 40 Kilometer lange Strecke vom französisch-italienischen Tendapass zum ligurischen Ort Monesi.
In der Provinz Cuneo haben Gemeinden für einige Strecken ein komplettes Fahrverbot für motorisierte Touristen erlassen. Einschränkungen für die touristische Nutzung an den Wochenenden im August und September verordneten Kommunen auch für Militärstrassen auf der schützenswerten Gardetta-Hochebene.
Anders im Susatal: Dort fördern mehrere Gemeinden die motorisierte Nutzung der Militärwege, wie etwa durch das Projekt "Alpi Motor Resort". Mit diesem touristischen Angebot sollen LenkerInnen von Geländewagen und Motorrädern als Gäste gewonnen werden.
Quellen und weitere Informationen:www.stradaexmilitare-monesi-colleditenda.com (it/fr),
www.comune.canosio.cn.it/edit/files/foto/1 (it), www.dislivelli.eu/blog (it)