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Standpunkt: Makroregion Alpen nach der Alpenkonvention gestalten - nur besser

Bodensee

Blick auf den Bodensee. Die Alpenkonvention kann sich auch positiv auf umliegende Regionen auswirken. © Frank Schultze / Zeitenspiegel

Viele Menschen in den Alpen befürchten, von den umliegenden Metropolregionen marginalisiert zu werden. Doch die Ausweitung des Handlungs- und Wirkungskreises birgt auch viele Chancen - wenn wir die Herausforderung annehmen, findet die CIPRA.
Seit Jahrzehnten bemühen sich Menschen, den Lebens- und Wirtschaftsraum Alpen nachhaltig zu gestalten. Die Alpenkonvention zeugt davon. Sie ist ein einmaliges Instrument für die transnationale Zusammenarbeit und kann die Basis liefern für die makroregionale Strategie Alpen, wie diese derzeit zur Diskussion steht. Es ist an den Verantwortlichen innerhalb und ausserhalb der Alpen, dieses Potenzial aufzuzeigen. Die CIPRA formuliert in einem Positionspapier, wie und unter welchen Bedingungen eine Makroregion Alpen gelingen kann.
Als völkerrechtlich anerkanntes Regelwerk beschreibt die Alpenkonvention ökologische, ökonomische und soziale Standards. Regionen innerhalb und ausserhalb der Alpen erhalten dadurch Impulse für die Bewältigung ihrer Probleme. Die Verantwortlichen der Alpenkonvention müssen aber glaubwürdig aufzeigen, dass diese Standards gewinnbringend sind für Mensch und Natur.
Die Umsetzungsprotokolle der Alpenkonvention sind das Ergebnis eines Verhandlungsprozesses der Alpenstaaten auf Augenhöhe. Diese Augenhöhe müssen die Akteure in den Alpen und der Alpenkonvention nun auch gegenüber den Verhandlungspartnern innerhalb der Makroregion Alpen einfordern. Sie können dabei aus Fehlern lernen: Die Alpenkonvention hätte heute mehr Strahlkraft, wenn die lokalen und regionalen Akteure besser eingebunden worden wären. Die Diskussion über die makroregionale Strategie Alpen bietet die Gelegenheit dies nachzuholen und ist eine Chance für die Alpenkonvention, sich zu erneuern.
CIPRA-Positionspapier: www.cipra.org/de/CIPRA/cipra-international