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Ausverkauf des Matterhorns

Heliskiing

Umweltschutzorganisatoren fordern, dass am Matterhorn nicht Adrenalinkick vor Naturschutz steht. © Katharina Conradin

Das Matterhorn ist das Symbol für die Alpen schlechthin. Nun soll das Schutzgebiet rundherum aufgehoben werden, damit dort weiterhin Heliskiing betrieben werden kann. Widerstand regt sich.
Auslöser war ein Gutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission. Dieses forderte, dass der Gebirgslandeplatz am Monte Rosa bei Zermatt aufgehoben wird, weil die Helikopterflüge das nationale Schutzgebiet gravierend beeinträchtigen. Doch die Gemeinde Zermatt setzt lieber auf eine exklusive Sportart für wenige als auf die einzigartige Naturlandschaft rund ums Matterhorn. Über eine Motion im kantonalen Parlament erwirkte sie, dass die Regierung des Kantons Wallis sich beim Schweizer Bundesrat für die Aufhebung des Schutzgebiets einzusetzen hat. Pikantes Detail: Das Gebiet war ursprünglich als Kompensationsmassnahme für die touristische Erschliessung des Klein Matterhorns unter Schutz gestellt worden.
Schweizer Umweltorganisationen machen mit einer Online-Petition mobil gegen den Ausverkauf des Matterhorns. Wirtschaftliche Partikularinteressen dürfen nicht über den Schutz unserer einzigartigen Gebirgslandschaft gestellt werden, argumentieren sie. Mit einem Beitrag von einem Tausendstel an die gesamttouristische Wertschöpfung im Wallis sei Heliskiing bedeutungslos, die Gebirgslandschaft hingegen sei von zentraler Bedeutung für den internationalen Ruf der Gemeinde. "Das Matterhorn braucht keine Lärmkulisse."
Quellen und weitere Informationen: http://matterhornforsale.com/intro/,
http://mountainwilderness.ch/fileadmin/user_upload