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Bayerns Skigebieten schmilzt der Schnee weg

Schneekanone

Die Kunstschneeproduktion kommt in zehn bis zwanzig Jahren an ihre Grenzen, so eine aktuelle DAV-Studie. © Seilbahnen / flickr.com

An Weihnachten in zehn Jahren sind nur mehr vier Prozent der bayrischen Skigebiete natürlich schneesicher. Die Grenzen der künstlichen Beschneiung zeigt jetzt eine Studie des Deutschen Alpenvereins auf.
Der Grossteil der Skigebiete in Bayern wird bei einem Temperaturanstieg von zwei Grad gegenüber 1990 den Wettlauf gegen den Klimawandel verlieren, evaluierte eine Studie des Deutschen Alpenvereins DAV. In 20 Jahren sollen nur mehr 50 bis 70 Prozent der Skigebiete schneesicher sein, trotz weiteren Ausbaus der künstlichen Beschneiung. Mittelfristig müsste ein Drittel mehr Schnee produziert werden als heute, langfristig doppelt bis dreimal so viel. Schon heute gilt nur die Hälfte der untersuchten 46 Skigebiete als natürlich schneesicher. In der Weihnachtszeit hätten bei einem Temperaturanstieg von zwei Grad nur vier Prozent der Skigebiete genug Naturschnee. Rund zwei Drittel der Skigebiete liegen auf 1'200 Meter oder darunter.
Die Zukunft für den bayrischen Skitourismus sieht also düster aus: Die klimatische Grenze der Beschneiung ist in einem bis zwei Jahrzenten erreicht, heisst es in der Studie. Langfristig ist Kunstschnee daher keine erfolgreiche Massnahme zur Anpassung an den Klimawandel.
Zu den wirtschaftlichen Kosten der Beschneiung kommen die Auswirkungen auf die Umwelt. Der DAV fordert daher von der Bayrischen Staatsregierung einen Masterplan zur nachhaltigen touristischen Entwicklung. Gerade in tief gelegenen Skigebieten müssten alternative Tourismuskonzepte vorangetrieben werden. Verlangt wird ausserdem der Stopp der Subventionierung von Beschneiungsanlagen mit öffentlichen Geldern.
Quellen und weitere Informationen:
www.alpenverein.de/natur-umwelt/klimaschutz