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Jugendparlament zur Alpenkonvention redet mit

YPAC 2013

YPAC 2013: Für die "Alpenstadt der Zukunft" fordern Jugendliche beispielsweise eine internationale "Eco-University". © Caroline Begle

Das Jugendparlament zur Alpenkonvention YPAC hat Mitte März in Sonthofen getagt, zehn Forderungen zur "Alpenstadt der Zukunft" verabschiedet - und den Sprung in die Öffentlichkeit geschafft.
Sie tragen Anzug und Krawatte, führen anspruchsvolle Debatten auf Englisch und stellen in vier Tagen zehn Forderungen über die "Alpenstadt der Zukunft" auf. Rund 80 Jugendliche aus allen Alpenstaaten haben von 12. bis 15. März in Sonthofen über enkeltaugliche Kommunen debattiert. Sie fordern unter anderem ein "Mobility Package" für Jugendliche und Familien zur Förderung von umweltfreundlichem Reisen und der Entdeckung der kulturellen Güter der Alpenregion. Gefordert wird auch, mehr Platz für Erholungsbereiche und Parks zu schaffen, damit die Menschen sich in der Natur aufhalten und die Städte attraktiver werden. Oder: Aufstrebende Alpenstädte sollen eine "Eco-University" einrichten, die sich speziell mit umweltschützenden und ökologischen Themen befasst. Diese Schule sollte international ausgerichtet sein und ein Austauschprogramm zwischen den Alpenländern ermöglichen.

Projekte statt Papiertiger
"Das diesjährige YPAC ist wie ein Puzzle", begann Ajda Kocutar aus Maribor, eine der drei Präsidenten, ihre Eröffnungsrede. Die Themen vergangener Jugendparlamente würden diesmal vereint behandelt: In Sonthofen diskutierten die Jugendlichen in vier Komitees über Konsumverhalten, Mobilität, Wohnen und Arbeiten in der Stadt sowie Tourismus und Freizeit. Dass die Jugend die Gestaltung ihrer "Alpenstadt der Zukunft" nicht allein der Politik überlassen will, wurde nicht nur in den Reden deutlich. Die 16- bis 19-Jährigen publizierten rund 30 Artikel in diversen Zeitungen und Magazinen. Sie erarbeiteten sich eine Einladung nach Berlin für ein Gespräch mit Peter Altmaier, Umweltminister Deutschlands. "Das YPAC darf nicht mehr als alljährliche Tagung, sondern muss als dauerhaft aktive Organisation gesehen werden", fasst Florian Gstöhl aus Liechtenstein den Wunsch vieler Schüler zusammen. Daher wurde am YPAC 2013 auch eine Zukunftsplattform gegründet, eine Gruppe von Jugendlichen, die sich besonders um eine Schnittstelle zur Politik bemühten.

Von der Theorie in die Praxis
"Das YPAC soll nicht nur Alpenpolitik simulieren, sondern der Jugendbeteiligung und Stadtpolitik neue Impulse geben sowie gemeinsame Projekte ermöglichen", so Hubert Buhl, Bürgermeister der Stadt Sonthofen und Präsident des Vereins "Alpenstadt des Jahres". Vertreter aus den "Alpenstädten", Politiker aus dem Allgäu und Jugendliche tauschten sich während des YPACs wiederholt aus. Fazit der Schüler: Jugendliche sollen als Jugendliche in der Politik mitwirken - und nicht als Erwachsene. Nur so können sie innovative und neue Ideen einbringen. Gelegenheit dafür gab es bereits an der Mitgliederversammlung des Vereins "Alpenstadt des Jahres" am 6. April 2013 in Lecco. Am 5. Mai stellt die Liechtensteiner Delegation ihre Ideen in Schaan der Öffentlichkeit vor. Herisau und Trento haben für Mai jeweils die nationale Delegation zur Präsentation der Forderungen in den Gemeinderat eingeladen.
Das YPAC 2013 wurde organisiert vom Gymnasium Sonthofen, der Stadt Sonthofen und dem Verein "Alpenstadt des Jahres" sowie fachlich von der CIPRA unterstützt. Ermöglicht wird das Jugendparlament dank der Unterstützung des EU-Programms "Jugend in Aktion", dem deutschen, bayrischen und österreichischen Umweltministerien.
YPAC-Resolutionen und weitere Informationen: www.ypac.eu (en), www.cipra.org/de/alpmedia/news-de/4817, www.alpenstaedte.org/de/aktuell/news/4797
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