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Verkehrsverlagerung: Tunnels allein reichen nicht

Verkehr Gotthard-Tunnel

Auch mit neuen Tunnels wie dem Gotthard-Tunnel kann laut einer Schweizer Studie das Verlagerungsziel beim Güterverkehr nicht erreicht werden. © Markus Schweiss

Welche Auswirkungen hat der Gotthard-Basistunnel auf den alpenquerenden Verkehr? Antwort darauf gibt das Schweizer Bundesministerium in einer neuen Studie.
Auf den Schweizer Strassen sollen ab 2018 nicht mehr als 650'000 Lastwagen durch das Land rollen. So lautet das gesetzlich festgeschriebene Verlagerungsziel. Voraussetzung für diese Politik ist die Neue Eisenbahn-Alpentransversale, kurz NEAT, mit dem Gotthard-Basistunnel als Herzstück. Anfang April 2013 hat das Bundesamt für Verkehr eine Studie veröffentlicht über die "Auswirkungen der Fertigstellung der NEAT auf die Erreichung des Verlagerungsziels im Güterverkehr".
In der rund 100 Seiten umfassenden Analyse heisst es unter anderem, dass der Gotthard- und Ceneri-Basistunnel die Fahrzeit durch die Schweiz um eine Stunde verkürzten. Auch würden die Eisenbahnunternehmen 35 Prozent bei den Personal- und zehn Prozent bei den Energiekosten einsparen. Gleichzeitig erhöhten sich die Kapazitäten auf der Strecke um 40 Prozent. Allerdings: "Die Berechnungen zeigen, dass der Effekt der Infrastrukturmassnahmen allein nicht ausreicht, um das Verlagerungsziel zu erreichen", so das Fazit der Studie. Anders gesagt, auch mit der NEAT und dem Ausbau der Gotthard-Achse für den Transport von bis zu vier Meter hohen Sattelschleppern steigt die Menge der alpenquerenden Schwerfahrzeuge auf der Strasse weiter an. Das heisst, "dass der durch Infrastrukturausbauten im Alpenraum auszulösende Effekt - so umfangreich die Massnahmen auch sein mögen - nur einer von vielen sein kann". Ohne entsprechende Rahmenbedingungen werde eine Verlagerung nicht von alleine stattfinden.

Quelle und weitere Informationen: www.bav.admin.ch/dokumentation/publikationen