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Werbung, Axt und Schafe für Almschutz

Almschutz

Zur Erhaltung der Biodiversität und zur erneuten Bewirtschaftung der Almen werden in Slowenien jährlich Bergkiefern abgeholzt und verbrannt. © CIPRA Slowenien

Büsche erobern Wiesen, wenn traditionelle Rassen nicht mehr auf Almweiden grasen oder Alpen gar aufgegeben werden. Eine österreichisch-slowenische Initiative und zwei Schweizer Projekte wollen verlorene Kulturlandschaften und Artenvielfalt wieder herstellen.
In Slowenien werden immer weniger Almen bewirtschaftet. Und dort wo es noch Sömmerung gibt, grasen Tiere, die zwar wirtschaftlich interessant, für den Erhalt der Kulturlandschaft aber weniger nützlich sind. Die Folge: Weiden verbuschen. Das slowenisch-österreichische Projekt ALPA will daher in Natura-2000-Gebieten Almweiden wiederbeleben: durch sozioökonomische Analysen, nachhaltige Bewirtschaftung und Marketing für die dort hergestellten Produkte.
Im schweizerischen Engadin packen Schüler und Firmenangestellte an: Sie fällen Bäume und halten so wertvolle Trockenwiesen frei. Hierzu arbeitet die Stiftung Pro Terra Engiadina mit verschiedenen Gemeinden zusammen. Wie es genau funktioniert, zeigt der Kurzfilm "Für Berghexen und Feuersalamander" am Beispiel Ramosch.
Einen anderen Weg zum Erhalt der Biodiversität geht man seit mehreren Jahren im Gotthardgebiet. Dort ist es vor allem die Grünerle, die andere Arten verdrängt. Der Busch bringt auch nichts Gutes für den Wasserhaushalt: Forscher konnten nachweisen, dass an den Standorten der Grünerle bis zu 20 Prozent mehr Wasser verdunstet und das Bodenwasser mit Nitrat belastet ist. Die Experten haben auch herausgefunden, dass Engadinerschafe, eine alte Nutztierrasse, die Rinde von Grünerlen lieben. Die Tiere knabbern an den Zweigen, worauf der Strauch eingeht.
Quelle und weitere Informationen: www.projektalpa.si/?lang=de, www.tagesanzeiger.ch/wissen/natur, www.alpine-ecological-network.org