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Aus für gigantischen Windpark Brenner

Aus für gigantischen Windpark Brenner

Windkraftanlage: Für den Bau des höchstgelegensten Windparks der Alpen am Sattelberg/I fehlt mit dem Entscheid des Verwaltungsgerichtes in Bozen die rechtliche Grundlage. © www.pixelio.de

Es hätte der höchstgelegene Windpark in den Alpen sein sollen. Jetzt hebt ein Gericht die Baugenehmigung für die Windmühlen am Sattelberg auf - und beruft sich in seiner Begründung auch auf die Alpenkonvention.
Auf über 2'000 Meter hätten sie gestanden, die 19 Turbinen des Windparks am Sattelberg/I. Die Südtiroler Landesregierung hatte das Projekt bewilligt, trotz breiter Ablehnung: Das Gutachten des Umweltbeirates war negativ ebenso wie die Stellungnahme der Tiroler Landesregierung. Der Dachverband der Alpenvereine, Club Arc Alpin, hatte sogar den Überprüfungsausschuss der Alpenkonvention eingeschaltet, in dem Vertreter aller Alpenstaaten über etwaige Verstösse gegen den internationalen Vertrag befinden.
Jetzt hat das Verwaltungsgericht in Bozen den Rekurs von mehreren Umweltverbänden angenommen und die Genehmigung für den Windpark aufgehoben. Grund dafür ist, dass Südtirols Berge über 1'600 Meter unter Landschaftsschutz stehen. Begründung ist aber auch die Alpenkonvention: Bei Projekten mit grenzüberschreitenden Auswirkungen auf die Umwelt sind "die Stellungnahmen der Vertragsstaaten im Rahmen des Genehmigungsverfahren ‚angemessen zu berücksichtigen'". Diese Berücksichtigung habe nur sehr beschränkt und mit diskutablen Aussagen stattgefunden, heisst es weiter im Entscheid.
Quelle und weitere Informationen: www.umwelt.bz.it/presse, http://unsersattelberg.files.wordpress.com/2012/11