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Standpunkt der CIPRA: Alpenkonvention muss Tatbeweis erbringen

Minister Berlakovich/ AT spricht mit YPAC 2012-Jugendlichen

Vertreter des Jugendparlaments zur Alpenkonvention legen dem österreichischen Umweltminister Nikolaus Berlakovich ihre Resolution vor. © Caroline Begle

Für die Erneuerung der Alpen braucht es die Jugend. Dies wurde an der AlpenWoche erkannt. Die Vertragsparteien der Alpenkonvention sind aufgerufen, ihren Worten nun auch Taten folgen zu lassen - auch in der Energiefrage.
In der Vergangenheit beklagte die CIPRA als offizielle Beobachterin der Alpenkonvention oft die Trägheit deren Organe. Nun scheint die Wende eingeläutet zu sein: Die 12. Alpenkonferenz, die vorletzte Woche eingebettet in die AlpenWoche im schweizerischen Valposchiavo stattgefunden hat, ist aus Sicht der CIPRA eine der besten überhaupt - nicht zuletzt, weil ihre Forderungen berücksichtigt wurden.
Die neue Plattform Energie der Alpenkonvention sollte sich ursprünglich auf Energieproduktion, -speicherung und -verteilung beschränken. Auf Vorstoss der CIPRA wird sie nun auch die Verminderung des Energieverbrauchs und die Steigerung der Energieeffizienz einbeziehen müssen. Damit anerkennen die MinisterInnen, dass die angestrebte Energiewende nicht nur eine technische, sondern vor allem auch ein gesellschaftspolitische Herausforderung ist, die viele Lebensbereiche tangiert. Allerdings trägt dieser Beschluss in der Schweiz bei Energieministerin und Bundesrat noch keine sichtbaren Früchte. Weiterhin fehlen in Verlautbarungen und Beschlüssen nach Poschiavo konsequent die Prioritäten "Senkung des Energieverbrauchs" und "Energieeffizienz".
Der Aufruf der UmweltministerInnen an die Vertragsparteien, die Umsetzung der Alpenkonvention zu verstärken und dabei die regionalen und lokalen Akteure vermehrt einzubeziehen, geht auf wiederholte Vorstösse der CIPRA zurück.
Vor allem aber konnten sich die Jugendlichen, die von der CIPRA, dem Verein "Alpenstadt des Jahres" und dem Gemeindenetzwerk "Allianz in den Alpen" eingeladen wurden, Gehör verschaffen. Kreativ und hartnäckig verfolgten sie ihr Ziel, hier ein Wort mitzureden. Einzelne MinisterInnen liessen sich doch noch zu einem persönlichen Gespräch bewegen, andere besuchten spontan den Marktstand der Jugendlichen. Und im Abschlussplenum der AlpenWoche sprachen alle von den Jugendlichen.
Ein erster Schritt ist also getan. Weitere müssen folgen. Die Jugendlichen sind die Kraft, die die Alpen vorwärtsbringt. Wenn sie sich frustriert abwenden, wer sorgt dann für die Erneuerung der Alpen?
Quellen und weitere Informationen: www.cipra.org/de/presse/medienmitteilungen, www.cipra.org/de/presse/medienmitteilungen