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Viele sind schon auf dem Weg

SA 97: Viele sind schon auf dem Weg

© Eric Vazzoler

Die Natur als Klassenzimmer
Das Zentrum für Umwelterziehung (CEA) von Legambiente Verona wird von Personen getragen, die über einschlägige Erfahrung verfügen, um Aktivitäten zur Umweltbildung für Kinder und Jugendliche im Schulalter zu planen und umzusetzen. Sie nutzen die Umweltbildung als Instrument gegen die Umweltkrise und die Natur als Klassenzimmer; als Ort zur Verbreitung einer neuen Umweltethik. Auf diese Weise wird die Umweltbildung nicht zum Lernstoff, sondern zur Sprache.
Die Zentren für Umwelterziehung von Legambiente in Italien sind miteinander vernetzt. Sie stimmen ihre Aktivitäten aufeinander ab, obwohl sie sich in unter­schiedlichen territorialen und sozialen Kontexten bewegen.
Das CEA Verona leitet auch das Zentrum für Umwelterziehung in Naole am Monte Baldo. Dort werden Sommercamps für Kinder und Jugendliche, Exkursionen, Workshops zu erneuerbaren Energien, sportliche und kulturelle Aktivitäten sowie Beobachtungen von Alpenfauna und -flora durchgeführt.
www.legambienteverona.it/cea (it)
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Jugendliche denken die Alpen 2040
Die Region Rhône-Alpes ist eine der dynamischsten Regionen Frankreichs. Viele junge Menschen und Familien zieht es hierher, und viele von ihnen möchten bleiben. Gleichzeitig sind die Menschen mit vielen Problemen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit oder unsicheres Wirtschaften in den Bergen konfrontiert.
Im Rahmen des Anfang 2012 verabschiedeten Zukunftskonzeptes «Montagne 2040» stellt die Region Rhône-Alpes das aktuelle Entwicklungsmodell auf den Prüfstand. Dazu wurden Jugendliche aus der ganzen Region zu «Agoras» eingeladen und aufgefordert, «Lebensmodelle» für 2040 zu entwickeln. Die sehr spielerisch, aber gleichzeitig auch sehr methodisch und produktiv konzipierten Workshops boten Gelegenheit für einen Austausch über Ansichten, Wünsche, Utopien und auch Ängste zwischen Jugendlichen, die die Berge von morgen repräsentieren, und ExpertInnen.
In einer zweiten Phase werden die Ergebnisse nun von gewählten VertreterInnen und ExpertInnen gemeinsam mit den Jugendlichen ausgewertet. Die Resultate sollen dann in die künftige Politik der ­öffentlichen Hand für die Bergregion Rhône-Alpes einfliessen.
www.rhonealpes.fr/763-montagne-2040 (fr)
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Netzwerk für Partizipation
Die Arbeitsgemeinschaft Partizipation (Arge Partizipation) verbindet alle österreichischen Landesjugendreferate, das Amt für Jugendarbeit der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol und das Bundesministe­rium für Gesundheit, Familie und Jugend.
Die Arge Partizipation versteht sich als ExpertInnengruppe zum Thema Partizipation, als Impulsgeberin für neue Entwicklungen unter Berücksichtigung regionaler Erfordernisse und als Gremium für Erfahrungs- und Informationsaustausch. Ziel ist, das Thema Partizipation in Österreich und Südtirol weiterzuentwickeln. Kinder und Jugendliche sollen ihr Lebensumfeld in vielfältiger Art und Weise mitgestalten können.
www.jugendbeteiligung.cc
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Liechtenstein mitgestalten
Jugendbeteiligung Liechtenstein, kurz JUBEL, ist eine Plattform für Jugend­liche der Sekundarstufe I für die klassen-, schul- und gemeindeübergreifende Vernetzung sowohl untereinander als auch mit EntscheidungsträgerInnen der Politik und Wirtschaft. JUBEL möchte dazu beitragen, dass Kindern und Jugendlichen in Angelegenheiten, die sie besonders betreffen, vermehrt ein Mitgestaltungs- und Mit­bestimmungsrecht eingeräumt wird.
www.jubel.li
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Starthilfe für die Umsetzung
Für die Umsetzung vieler Jugendinitiativen fehlt es oft nur an Kleinigkeiten: ein Raum zur Mitbenützung, zusätzliches Fach­wissen, eine Steckdose, ein Kontakt oder eine kleine Startfinanzierung. Hier setzt der Verein Infoklick.ch an. Er ist eine direkte Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche in der Schweiz, die sich mit eigenen Ideen und Ressourcen engagieren wollen.
Infoklick.ch engagiert sich in den drei Bereichen Information, Förderung und Politik. Unterstützt werden nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern alle AkteurInnen, die im Kinder- und Jugendbereich tätig sind.
www.infoklick.ch (de/fr/it)
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Lernen durch Kultur und Sport
Auf detektivische Spurensuche begeben sich seit Januar 2012 SchülerInnen rund um den Triglav-Nationalpark in Slowenien.­ In ihren Heimatgemeinden suchen sie nach Personen, die traditionelle bäuerliche Handwerke und Bewirtschaftungsmethoden pflegen und Freude daran haben, ihr Wissen weiterzugeben. Zusammen mit dem Nationalpark wird dieses Wissen im Schulunterricht aufbereitet und im Natio­nalpark angewendet. In einem weiteren Projekt des Triglav werden Jugendliche zu Junior-Rangern ausgebildet, womit sie Aufgaben im Park in eigener Verantwortung durchführen dürfen.
Beispiele wie dieses zeigen, wie sich das Engagement von Nationalparks zur Umwelt­bildung in den letzten zwei Jahrzehnten verändert hat. Überall in den Alpen nehmen die Nationalparks den eigenen Bildungsauftrag wahr. Lernen mit allen Sinnen ist angesagt – umgesetzt meist mit geschulten PädagogInnen und in Kooperationen mit öffentlichen Einrichtungen. Auch in den den Alpenvereinen bekommt das Thema nachhaltigkeitsorientierte Jugendbildung einen immer wichtigeren Platz.
www.tnp.si
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aus: Szene Alpen Nr. 97 (www.cipra.org/de/alpmedia/publikationen/5017)