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Die Eisenbahn ist tot, es lebe die Eisenbahn

Trenitalia

Zug der Trenitalia: Die Bahn könnte auch ohne die Streichung von Zügen effizienter werden, heisst es im Piemont. © Bruno Stephan Walder/ CIPRA Int.

Frankreich und die Schweiz betreiben jetzt gemeinsam die Bahnstrecke zwischen Saint Gervais/F und Martigny/CH. Derweil streicht Italien Züge vom Fahrplan. Betroffen sind vor allem Berggebiete.
Im Piemont werden Bahnlinien der Gesellschaft Trenitalia geschlossen, trotz massiver Kritik der Bürger und politischen Vertreter. Betroffen sind vor allem ländliche Gegenden. Der Verband für Berggemeinden UNCEM rechnet vor, dass allein im Piemont rund 300'000 Pendler von diesen Kürzungen betroffen sind. Die Züge werden zum Teil durch Busse ersetzt, die das Verkehrsaufkommen auf den Strassen weiter erhöhen.
Auch der Strecke zwischen Saint Gervais in Savoyen und Martigny in der Schweiz drohte vor ein paar Jahren noch die Schliessung. Jetzt haben sich die Betreibergesellschaften beider Staaten auf eine gemeinsame Fortführung einigen können. Auf der 52 Kilometer langen Strecke reisen jedes Jahr rund 800'000 Personen, vor allem Touristen. So gut steht es nicht um alle historischen Bahnstrecken zwischen Frankreich und der Schweiz: Der Verein zur Wiederinbetriebnahme der Strecke Saint-Gingolph/CH nach Évian-les-Bains/F hat angekündigt, die Strecke am 22. September symbolisch eröffnen zu wollen, um auf die schleppenden Arbeiten aufmerksam zu machen.
Quelle und weitere Informationen: www.tdg.ch/geneve/france-voisine (it), http://torino.repubblica.it/cronaca/2012/06/09/news (it), www.sauvonsletonkin.com/ (fr), http://alpes.france3.fr/info (fr)