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Willkommen, Wolf, Luchs und Bär

Wolf

In der Schweiz leben rund ein Dutzend Wölfe. Jäger, Hirten und Naturschützer haben sich jetzt auf gemeinsame Ziele geeinigt. © Andreas Solberg/flickr.com

Jäger, Schafhirten und Naturschützer in der Schweiz arbeiten zukünftig zusammen, wenn es um Wolf, Bär und Luchs geht. Besonders gern gesehen ist der Luchs aber in den Kalkalpen.
JagdSchweiz, Pro Natura, Schweizerischer Schafzuchtverband und WWF Schweiz haben sich auf gemeinsame Grundsätze und Ziele geeinigt, wie sie mit Bär, Luchs und Wolf umgehen wollen. Seit zwei Jahren suchen die vier Verbände nach einem gemeinsamen Nenner im Interessenskonflikt zwischen Mensch und Tier. Ergebnis ist ein Papier mit vier Grundsätzen, vier Zielen und sechs Handlungsfeldern. Die natürliche Rückkehr und Ausbreitung von Wolf, Bär und Luchs in der Schweiz ist ein solches Ziel. Geeinigt hat man sich auch darauf, dass "bei etablierten Grossraubtierbeständen im Schadensfall regulierende Eingriffe möglich sind, solange das Überleben des Bestandes gesichert ist". Ein Nebeneinander von Nutztierhaltung, Jagd und grossen Beutegreifern soll damit möglich sein.
Unterstützung durch die Jäger bekommt der Luchs auch in den Kalkalpen in Österreich. Gemeinsam mit dem Naturpark Kalkalpen fördern die Jäger die Rückkehr des Luchses. 90 Prozent der Oberösterreicher stehen diesen Bemühungen positiv gegenüber. Das geht aus einer im April veröffentlichten Umfrage hervor.
Frankreich hingegen hat im Mai elf Wölfe zum Abschuss freigegeben. Die Wölfe werden durch einen offiziell beauftragten Jäger innerhalb 2013 erlegt, falls sie geschützte Herden bedrohen. Die Verordnung gilt in zwölf Departementen, darunter Hautes-Alpes und Isère. Im Vorjahr durften sechs Tiere abgeschossen werden.
Quelle und weitere Informationen: www.pronatura.ch/wolf, www.actumontagne.com/newsletter-news_2161 (fr), www.kora.ch/news/archiv/20120510_Kalkalpen, www.loup.developpement-durable.gouv.fr (fr)