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Alpenkonvention: Italien ratifiziert acht Protokolle

Transitverkehr

Transitverkehr: Italien lehnt das Verkehrsprotokoll ab und verspielt eine Chance, das Transitproblem in den Alpen anzupacken. © CIPRA

Die Ratifizierung von acht der insgesamt neun Protokolle der Alpenkonvention ist für CIPRA Südtirol ein positives Signal für die Alpenregion. Mehr als 20 Jahre nach der Unterzeichnung der Rahmenkonvention wurden somit endlich auch die Protokolle ratifiziert. Ein Wermutstropfen bleibt: Die Ausklammerung des Verkehrsprotokolls.
Im November 1991 hat Italien gemeinsam mit den meisten Alpenländern den Rahmenvertrag der Alpenkonvention unterzeichnet. Weitere acht Jahre mussten vergehen, bis diese Rahmenkonvention endlich ratifiziert wurde. Erst Ende letzter Woche und somit 20 Jahre nach der Unterzeichnung der Alpenkonvention sind die einzelnen Protokolle in Kraft getreten.
Damit hat Italien der CIPRA, der internationalen Alpenschutzkommission, deren "Kind" die Alpenkonvention ist, zwar einen schönes Geburtstagsgeschenk bereitet, da die Protokolle just am 05. Mai und somit auf den Tag genau 60 Jahre nach der Gründung der CIPRA in Kraft getreten sind. Allerdings wurden nur acht der insgesamt neun Protokolle ratifiziert. Das Verkehrsprotokoll bleibt somit weiterhin außen vor. Doch gerade für Südtirol als Transitland, mit Autobahn, BBT, immer wieder aufflammender Diskussion um die Alemagna, dritter Autobahnspur im Unterland, Ausbau des Bozner Flugplatzes, um nur einige aktuelle Themen zu nennen wäre die Ratifizierung des Verkehrsprotokolls von großer Bedeutung.
Daher appelliert der Dachverband für Natur- und Umweltschutz an die politischen Vertreter auf lokaler und nationaler Ebene, alles daran zu setzen, auch dieses letzte Protokoll schnellstmöglich zu ratifizieren. Eine durchaus passende Gelegenheit dazu wäre der kommende Vorsitz der Alpenkonvention durch Italien.
Quelle: Medienmitteilung CIPRA Südtirol, 07.05.2012
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