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Junge Köpfe für nachhaltige Alpen

YPAC

TeilnehmerInnen des YPAC: Erteilte der Vorsitzende das Wort, hiess es höflich "Thank you, Mr President" © Caroline Begle

SchülerInnen aus dem ganzen Alpenraum diskutierten beim Jugendparlament der Alpenkonvention zum Thema Energieeffizienz. Ihre Forderungen im Überblick.
Das Jugendparlament der Alpenkonvention (YPAC) hat vom 6. bis 9. März in Vaduz getagt und in zehn Forderungen mehr Energieeffizienz verlangt. Sie wurden auch dem liechtensteinischen Regierungschef übergeben. Die Vorschläge der 16- bis 18-Jährigen reichen von Bewusstseinsbildung von Kindesbeinen an über umweltverträglichere Mobilität bis zu mehr Energieeffizienz im Alltag. "Energie sparen heisst unsere Zukunft retten", so Judith Gagl aus Innsbruck.

Angenehmere Busse, bessere Isolation, höhere Steuern
Der öffentliche Verkehr muss besser werden, fordert das Jugendparlament. In Städten soll es deshalb autofreie Tage geben. Mehr Busse und Züge sollen fahren, Schulen und Transportunternehmen sich besser absprechen. Die Jugendlichen setzen aber auch auf Elektrofahrzeuge für kurze Strecken. Radikaler sind ihre Forderungen beim Wohnen: Altbauten und neu geplante Häuser sollen einem "Energie-Effizienz-Test" unterzogen werden. Entsprechen die Gebäude nicht den Kriterien, muss innerhalb von zwei Jahren nachgerüstet werden. Ansonsten droht die Schliessung. Eine Steuer auf den persönlichen Energieverbrauch soll ausserdem den bewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen fördern: Wer mehr als 4'000 Watt Strom pro Jahr verbraucht, zahlt. Dafür helfen aber Fachleute, den Stromverbrauch zu reduzieren.

Arbeitssprache ist Englisch, Krawatte für Männer Pflicht
Am Jugendparlament der Alpenkonvention 2012 nahmen 80 junge Menschen aus sieben Ländern teil. Drei Tage diskutierten sie auf Englisch, feilten bis tief in die Nacht an ihren Forderungen. Ein respektvolles Miteinander, adrette Kleidung, eine Abschlussdiskussion mit PolitikerInnen und eine professionell begleitete Öffentlichkeitsarbeit gehörten ebenfalls dazu. Ins Leben gerufen wurde das Parlament vom Akademischen Gymnasium Innsbruck. Es tagte 2006 zum ersten Mal. Seitdem findet es jedes Jahr in einem anderen Alpenstaat statt. Heuer wurde das YPAC vom Gymnasium Liechtenstein und von der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA organisiert und unter anderem durch das Land Liechtenstein, die Gerda Techow Stiftung und das EU-Programm "Jugend in Aktion" finanziert. Das nächste Mal tagt das YPAC vom 11. bis 15. März 2013 im bayrischen Sonthofen, "Alpenstadt des Jahres 2005".
Quellen und weitere Informationen: www.ypac.eu (en), www.cipra.org/de/alpmedia/news-de/4288