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Fiasko Olympia

Olympische Ringe

Olympische Ringe: Berggebiete zahlen Zeche für Olympische Winterspiele © Flickr / Mcmay

Albertville zelebriert 20 Jahre Olympische Spiele. Ungenützte Sportanalagen, fast 43 Millionen Euro Defizit und Brides-les-Bains, das an der Pleite vorbeischrammte. Ein Grund zu feiern?
1992 fanden in Albertville die Olympischen Winterspiele statt. Das Grossereignis brachten den französischen Alpen internationale Aufmerksamkeit, eine Autobahn zwischen Chambéry und Albertville sowie ein Defizit von 42,7 Millionen Euro. Der französische Staat musste einspringen und drei Viertel des Defizits übernehmen. Nur knapp dem Konkurs entging die kleine Gemeinde Brides-les-Bains. Viele der olympischen Anlagen liegen den Gemeinden heute noch schwer auf der Tasche: Die Instandhaltung der Skisprungschanze in Courchevel kostet zwischen 300'000 und 400'000 Euro im Jahr, die Bob- und Rodelbahn La Plagne steht für ein jährliches Defizit von 250'000 Euro. Die Olympiahalle in Albertville kostet Jahr für Jahr weitere 600'000 Euro. Sie soll jetzt für sechs bis sieben Millionen renoviert werden, ebenso wie das gleichzeitig gebaute Krankenhaus.
München hat inzwischen bekannt gegeben, dass sich die Stadt nicht um die Spiele 2022 bewerben wird. Beim IOC spielen "geopolitische und marktstrategische Fragen eine grössere Rolle als die Ressourcenschonung oder die Nachhaltigkeit", sagt der Oberbürgermeister.
Quellen und weitere Informationen: www.sueddeutsche.de/muenchen, www.ina.fr/fresques/jalons/fiche-media (fr), http://envoye-special.france2.fr (fr) http://alpes.france3.fr/info (fr), www.comiteantiolympiqueannecy.com (fr)
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