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Soča-Tal bald unter Wasser?

Soca

Soca: In den 1970er Jahren scheiterten schon einmal grosse Staudammprojekte am Widerstand der Bevölkerung. © jwpriebe / flickr.com

Der Vorschlag kam kurz vor der Sommerpause vom slowenischen Wirtschaftsministerium: Fünf Wasserkraftwerke sollen auf der Soča und ihren Zuflüssen Ucja und Idrijca gebaut werden.
Dabei schützt ein Gesetz von 1976 den grösstenteils unberührten Fluss und seine Nebenflüsse an der italienisch-slowenischen Grenze. Die Soča entspringt im Nationalpark Triglav und fliest über weite Strecken durch Natura-2000-Gebiet.
Laut Artikel 565 des Entwurfs des neuen Energiegesetzes sollen die Schutzbestimmungen für das Soča-Tal aufgehoben werden. Die Möglichkeiten zur Stromproduktion auf der Soča seien erst zwischen 20 und 30 Prozent genutzt. Der slowenische Alpenverein kritisiert, dass hier "nationales Tafelsilber" geopfert werde. Es geben keine Studien zu den Risiken und Auswirkungen auf die Umwelt. CIPRA Slowenien mahnt, dass das Land mit dem Vorhaben gegen die Alpenkonvention handelt, deren Vertragspartner Slowenien ist und die zum Erhalt unversehrter und geschützter Gebiete verpflichtet. Inzwischen wurde wegen der zahlreichen Einwände von Umweltschutz- und Tourismusorganisationen das öffentliche Anhörungsverfahren von Juli auf Ende September verlängert.
Quelle und weitere Informationen: www.bootberg.de/news/4/15, www.alpenmagazin.org/index.php?option=com, www.kanu.de/go/dkv/home/freizeitsport/umwelt