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Deutsche Tamariske bringt Österreich EU-Beschwerde

Die Tamariske

Die Tamariske kommt in Österreich nur mehr an der Isel und ihren Zuflüssen vor. © Helmut Kudrnovsky

Sie ist eine recht unscheinbare Pflanze, ist vom Aussterben bedroht und steht daher in den meisten Alpenstaaten auf der Roten Liste. Österreich hat sie jetzt eine Beschwerde bei der EU-Kommission eingebracht: die Deutsche Tamariske.
Der für die Alpen charakteristische Strauch wächst nur dort, wo das Ökosystem Fluss noch in intakt ist und das Wasser natürlich und dynamisch abfliesst. In den österreichischen Zentralalpen ist das an der vom Gletscher geprägten Isel und ihren Zuflüssen Tauernbach, Kalserbach und Schwarzach der Fall. Dieser Lebensraum müsse daher unbedingt nachträglich als Natura-2000-Gebiet klassifiziert werden, fordern der österreichische Umweltdachverband, der Oesterreichischer Alpenverein und der Verein zur Erhaltung der Erholungslandschaft Osttirol bereits seit zehn Jahren. Nun haben der Alpenverein und der Umweltdachverband eine Beschwerde bei der EU-Kommission eingebracht.
Mit dem EU-Beitritt hat sich Österreich verpflichtet, das Netz von Schutzgebieten "Natura 2000" zu unterstützen. Die Tiroler Landesregierung - in Österreich ist Naturschutz Sache der Bundesländer - ist dieser Pflicht im Falle der Deutschen Tamarisken nicht ausreichend nachgekommen. Für die letzten naturnahen Fliessgewässern gibt es in Osttirol eine Vielzahl an Kraftwerksplänen.
Quelle und weitere Informationen: www.umweltdachverband.at/fileadmin/user, www.umweltdachverband.at/fileadmin/user