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Basistunnel am Chiomonte: Pseudo-Bauarbeiten für EU-Geld

TAV

Hochgeschwindigkeitsstrecke "Lyon-Turin": Die einzigen kleinen Bauarbeiten, die am Chiomonte gemacht wurden, hätten nichts mit dem eigentlichen Projekt zu tun, so der EU-Abgeordnete Vattimo. © atropo8 / flickr.com

Das italienische Militär hat Ende Juni ein Gelände im Susatal geräumt, da GegnerInnen der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Turin und Lyon den Beginn der Bauarbeiten verhindern wollten.
Die Bagger mussten noch vor dem 30. Juni anrücken, da ansonsten die Europäische Union 671 Millionen Euro, die für das Projekt vorgesehen sind, zurückgezogen hätte. Allerdings: Mitte Juli hat der Europaabgeordnete Gianni Vattimo mit VertreterInnen der lokalen Verwaltung das von den Ordnungskräften abgeriegelte Gebiet besucht. Den tatsächlichen Beginn der Bauarbeiten konnte er nicht feststellen.
Gebaut werden soll vorerst am Erkundungsstollen des 53 Kilometer langen Basistunnels. Er soll Aufschluss über die geologische Struktur des Berges geben. Über das Projekt gibt es allerdings zwischen Italien und Frankreich noch zahlreiche Unstimmigkeiten. Die Europäische Union hatte ihre Frist für den Beginn der Bauarbeiten bereits vom Dezember 2010 auf Mai 2011 verschoben. In der Zwischenzeit hatten BewohnerInnen des Susatals das Gelände besetzt. Ihrer Meinung nach ist die Bahnlinie nicht nur unnötig und teuer, sondern hat auch grosse Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit. Die Gesamtkosten des Projekts werden auf 15 bis 20 Milliarden Euro geschätzt.
Quelle und weitere Informationen: CIPRA Italien, www.notavtorino.org (it), www.transpadana.org/images/pdf (it), www.youtube.com (it)