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Alpenkonferenz: Club der Fantasielosen

Alpenkonferenz

Roko Žarnič, slowenischer Umweltminister (links) übergibt den Vorsitz der Alpenkonvention an Robert Reich (rechts), Schweizer Botschafter in Slowenien. © CIPRA International

Am Mittwoch ist in Slowenien die XI. Konferenz der UmweltministerInnen der Alpenländer zu Ende gegangen. Die Ergebnisse sind mager. Die CIPRA setzt nun auf die Schweiz, die für die nächsten zwei Jahre den Vorsitz der Alpenkonvention über-nimmt.
Die Ministerkonferenz der Alpenkonvention auf dem ehemaligen Jagdsitz von Tito im slowenischen Brdo bei Ljubljana lockte nicht einmal die Hälfte der Umweltministerinnen und Umweltminister der Alpenstaaten an. Die meisten liessen sich durch Staatssekretäre und BotschafterInnen vertreten. So wurde an der alle zwei Jahre stattfindenden Ministerkonferenz am 8. und 9. März 2011 denn auch wenig beschlossen - und vor allem nichts Wegweisendes.
Die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA wird weiterhin darauf pochen, dass die Vertragsparteien die Konvention in Wert setzen. Das Vertragswerk ist eine gute Grundlage, um gemeinsam Lösungen für anstehende Herausforderungen in den Alpen zu erarbeiten, sei es für den Klimawandel oder für die problematische Abwanderung aus ländlichen Räumen. Seit der Unterzeichnung des Vertragswerks vor 20 Jahren wurden unzählige Netzwerke gebildet, Gemeinden haben sich alpenweit zusammengeschlossen um voneinander zu lernen, Schutzgebiete wie Nationalparks haben sich vernetzt und die Wissenschaft hat alpenweit relevante Forschungsthemen identifiziert und bearbeitet. All diese Initiativen sind Belege für die Wirksamkeit der Alpenkonvention.
Um die nachhaltige Entwicklung im Sinne der Alpenkonvention lebendig werden zu lassen, braucht es nebst politischem Willen auch den Einsatz von entsprechenden Geldmitteln. Der Ball liegt nun bei der Schweiz, die in Brdo den Vorsitz der Konvention für die nächsten zwei Jahre übernommen hat. Sie soll ein Zeichen zu setzen und konkrete Umsetzungsprojekte initiieren. Die CIPRA bietet Hand für eine Zusammenarbeit. Sie hofft, dass die für September 2012 geplante, gemeinsame internationale Veranstaltung nicht nur den Abschluss der Schweizer Präsidentschaft markiert, sondern Wendepunkt ist für einen regelrechten Neustart der Alpenkonvention.
Quellen: www.cipra.org/de/presse/medienmitteilungen, www.cipra.org/de/alpmedia/positionen/110
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