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Grösster Windpark der Alpen in Planung

Windpark Brenner

Der Midino Kamm im Piemont/I ist gerettet. Ausbau der erneuerbaren Energien ja, aber nicht um jeden Preis. © Massimo Sciandra

In den italienischen Alpen wird auf Windkraft gesetzt - unter lauter Kritik von AnrainerInnen und Umweltschutzorganisationen. Zwei Grossprojekte sind für die nördlichste Gemeinde Brenner geplant: Am Sattelberg sollen, geht es nach den Betreibern Leitwind und Etschwerke, 22 fast 100 Meter hohe Windräder stehen.
Auch am Sandjoch sollen neun weitere Windräder Strom liefern. "Die beiden Parks erstrecken sich über sieben Kilometer am exponierten Grenzkamm. Der Eingriff ins Landschaftsbild ist enorm", kritisieren die Alpenvereine aus Deutschland, Österreich und Südtirol. Die beiden Windparks grenzen ausserdem an das Landschaftsschutzgebiet "Nösslachjoch-Obernberger See-Tribulaune" und liegen in einer wichtigen Vogelzugstrecke. "Über die geplanten Infrastrukturen und deren Auswirkungen hat die Gemeinde nicht ausreichend informiert", bemängelt weiters Judith Egger vom Alpenverein Südtirol Der Öffentlichkeit vorgestellt wurden die beiden Projekte samt Studien zur Umweltverträglichkeit erst, nachdem der Dachverband für Natur- und Umweltschutz diese eingefordert hatte. Werden die Projekte genehmigt, entsteht der in den Alpen grösste und höchstgelegene Windpark. "Dies hätte Signalwirkung. Zahlreiche Projekte würden folgen", so Egger. Abgelehnt wurde hingegen ein grosses Windpark-Projekt im Piemont. Der MinisterInnenrat sagte vergangene Woche Nein zum umstrittenen Projekt am Monte Mindino. Dort hätten zwölf Räder mit einem Rotordurchmesser von 108 Metern und einer Höhe vergleichbar mit einem 50-stöckigen Haus aufgestellt werden sollen.
Quellen und weiterführende Informationen: http://unsersattelberg.wordpress.com/, www.governo.it/Governo/ConsiglioMinistri (it), www.targatocn.it/2011/02/10/leggi-notizia (it), www.club-arc-alpin.eu/fileadmin/downloads