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Neues Konzept soll die Schweizer Landschaft retten

Für LandschaftsschützerInnen reicht das Raumkonzept nicht aus, um die Zersiedlung in der Schweiz zu stoppen.

Für LandschaftsschützerInnen reicht das Raumkonzept nicht aus, um die Zersiedlung in der Schweiz zu stoppen. © CIPRA International

Die Schweiz leidet an Zersiedelung. Das neue "Raumkonzept Schweiz" soll diese nun stoppen und die Raumentwicklung besser koordinieren: Bei der Verkehrs- und Siedlungsentwicklung soll Denken und Planen in überregionalen Handlungsräumen gefördert werden.
Unverbaute Gebiete sollen vor Zersiedelung verschont bleiben, bestehende Strassen und Bahntrassen optimal ausgelastet werden. Unverbaute, Identität stiftende Landschaften sollen in ihrer Rolle als Räume für Erholung, Artenvielfalt und Landwirtschaft gestärkt werden.
Um diese Ziele umzusetzen, sollen Bund, Kantone und Gemeinden gemeinsam mit den knappen Bodenreserven umgehen - wenn auch weiterhin auf freiwilliger Basis. Raimund Rodewald, Geschäftsführer der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, kritisiert diese Unverbindlichkeit. Er befürwortet das Konzept inhaltlich, fordert aber klare gesetzliche Einschränkungen. Hoffnung setzt er in die Landschaftsinitiative, die zurzeit vom Parlament behandelt wird. Denn sie fordert, dass die Gesamtfläche der Bauzonen in den nächsten 20 Jahren nicht mehr vergrössert werden darf. Am "Raumkonzept Schweiz" bemängelt Rodewald zudem, dass die ländlichen Räume vernachlässigt und "der Schutz der Kulturlandschaft nicht höher gewichtet" werden.
Quellen: http://naturschutz.ch/news, www.beobachter.ch/natur/umweltpolitik