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CIPRA Jahresfachtagung 2010: "Die Alpen im Wandel"

Im Fokus der CIPRA: Zukunftsaussichten für strukturschwache Berggebiete in den Alpen.

Im Fokus der CIPRA: Zukunftsaussichten für strukturschwache Berggebiete in den Alpen. © CIPRA Österreich

Die 54. Jahrestagung der CIPRA fand vergangene Woche (14.-16. Oktober 2010) unter dem Motto "Die Alpen im Wandel - Periphere Regionen zwischen Brachland und Hoffnung" am Semmering/A statt. Die Tagung hat verdeutlicht, dass die Entscheidungsträger erst am Anfang der Wahrnehmung jener Probleme stehen, denen sich abgelegene Räume in inneralpinen Lagen zu stellen haben.
Patentrezepte zur Lösung der Probleme in diesen Räumen gab es demnach keine - viel zu unterschiedlich sind die Gegebenheiten und Nutzungsansprüche in den einzelnen Regionen des Alpenraumes, denen es in ebenso vielfältiger Weise zu begegnen gilt. Was jedoch bleibt, sind Diskussions- und Handlungsbedarf für eine nachhaltige, zukunftsorientierte Entwicklung peripherer ländlicher Alpenregionen. Auf politischer Ebene (EU, Staaten, Regionen) gilt es die nächsten Schritte einzuleiten, um den Herausforderungen der betroffenen Regionen Gehör zu verschaffen. Die CIPRA wird sich dieser für den Alpenraum wichtigen Thematik auch weiterhin annehmen. Ein wesentliches Ziel ist, eine Vision 2030 auszuarbeiten, um mögliche Zukunftsaussichten und Perspektiven für strukturschwache Berggebiete aufzuzeigen.
Bei der Veranstaltung wurde jedoch auch die Ablehnung der Ratifizierung dreier Durchführungsprotokolle durch das Schweizer Parlament thematisiert. Da die Gefahr besteht, dass für die anderen Vertragsparteien infolge dieses negativen Entscheids eine Schwächung der innerpolitischen Position der Alpenkonvention eintreten kann, verabschiedete die CIPRA im Rahmen der Fachtagung eine Resolution. Diese fordert die Schweiz auf, eine gemeinsame Vision für eine nachhaltige Alpenpolitik darzulegen und die politische Implementierung der Protokolle mittelfristig doch noch durchzusetzen. Die CIPRA wird die kommenden Entwicklungen genau beobachten und im Hinblick auf die XI. Alpenkonferenz im März 2011 die Gesamtsituation neu bewerten. Schliesslich setzt sich die CIPRA seit Anbeginn für die Implementierung der Alpenkonvention und ihrer Durchführungsprotokolle ein, welche die nötigen Entwicklungsimpulse für periphere ländliche Alpenregionen bzw. Antworten auf alpenspezifische Probleme liefern kann.
Alle Informationen zur Jahresfachtagung unter: www.cipra.org/de/jf2010
Resolution der Tagung unter: www.cipra.org