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Frankreich experimentiert mit Fahrgemeinschaften

Fahrgemeinschaften und Carsharing gehört die Zukunft.

Fahrgemeinschaften und Carsharing gehört die Zukunft. © BIG BANG 2010

Eine Premiere in Frankreich: Dank der Plattform "é.covoiturage" des Generalrats des Départements Isère können sich AutofahrerInnen und MitfahrerInnen leicht finden. Halbleere Autos werden gefüllt, Fahrten eingespart. Das Experiment zu den Fahrgemeinschaften findet auf der Strecke zwischen dem Vercors-Plateau und Grenoble statt.
Über 4'500 Privatfahrzeuge verkehren täglich zwischen dem Vercors-Plateau und Grenoble. Meistens sitzt eine Person im Auto, selten mehrere. Die Aktion des Generalrats will eine bessere Auslastung erreichen und die leeren Plätze befüllen. Die Idee der Plattform "é.covoiturage" ist es, FahrerInnen und MitfahrerInnen mit einfachen Mitteln zusammen zu bringen. Die benötigten Requisiten sind ein Anmeldesystem und ein Mobiltelefon. Innerhalb von nur rund zwei Minuten ist es so möglich, per SMS eine Mitfahrgelegenheit in der Nähe zu finden. Abgeholt werden die Mitfahrenden an öffentlichen Bushaltestellen und an den 30 "é.covoiturage Haltestellen" in Grenoble.
Das Experiment dauert vom 16. September bis am 26. November. Während der gesamten Dauer erhalten die FahrerInnen eine Vergütung von 10 Cents pro Kilometer in Form von Gutscheinen für eventuelle Umwege. MitfahrerInnen profitieren von der Kostenfreiheit des Services und beteiligen sich lediglich an den Fahrkosten.
Das französische Experiment befindet sich im Einklang mit den Feststellungen des Verkehrsclub Deutschland (VCD). Dieser geht noch einen Schritt weiter und sieht die Zukunft der Mobilität mittelfristig in Carsharing-Flotten von Elektro-Autos. Auch der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) prognostiziert, dass Elektro-Autos in naher Zukunft für Fuhrparks und Flotten, wie etwa Taxis, eine wichtigere Rolle spielen werden. Insgesamt würden dadurch viel weniger Pkws zugelassen als heute - aber das einzelne Auto sei viel mehr unterwegs und dadurch effizienter, so die Position des VCD. Damit die Elektro-Mobilität zum Klimaschutz beitragen kann, sei es wichtig, dass die Energie dabei von erneuerbaren Energieträgern stammt.
FahrerInnen und MitfahrerInnen können sich einschreiben unter www.itinisere.fr/ (fr)
Quellen und weitere Informationen unter: www.engins.fr/ (fr), www.localtis.info/cs (fr), www.vcd.org/elektromobilitaet.html, www.vcoe.at/start.asp?ID=8479