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Italien: Gemeinden wollen Ressource Wasser selbst nutzen

Italienische BergbewohnerInnen fordern: Die Nutzung des Wassers aus den Alpen soll vor allem den Berggemeinden Zugute kommen.

Italienische BergbewohnerInnen fordern: Die Nutzung des Wassers aus den Alpen soll vor allem den Berggemeinden Zugute kommen. © Botond Santha

Ende Juni 2010 sind tausende ItalienerInnen mit der Forderung auf die Strasse gegangen, dass ein Teil der Einnahmen aus der Nutzung der natürlichen Ressourcen, vor allem des Wassers, an die Berggebiete zurückfliessen müsse. Die Proteste fanden an den wichtigsten Stauseen in den italienischen Alpen und im Apennin statt.
Allein in Sondrio im Valtellina-Tal waren über 5'000 Personen anwesend, darunter politische EntscheidungsträgerInnen, VertreterInnen von Gewerkschaften und Interessensgruppen.
Die Gemeinden beklagen schon seit Langem via den nationalen Verband der Berggemeinden (UNCEM) über die spärlichen Ausschüttungen. Die Nutzung der Ressource Wasser sei zum Vorteil für private Unternehmen, die grösstenteils nicht aus Berggebieten stammen. Mit dem Wasser der Gebirgsbäche wird zum einen der für die Industrie und Städte notwendige Strom erzeugt. Zum anderen wird damit in den Anbaugebieten der Ebenen bewässert.
Die Berggemeinden, aufgrund des Sparpakets der Regierung Berlusconi von neuen ökonomischen Einschnitten betroffen, wollen sich am Wettbewerb um die Konzessionen für die Wasserkraft beteiligen. Diese verfallen zum Jahresende. Damit soll ein Teil des Gewinns, der durch die Nutzung der Wasserkraft erzielt wird, wieder in die Berggebiete zurück fliessen.
Quelle: www.uncem.it/ (it)