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Südtirol: Landesregierung genehmigt neue Skipisten

Skipistenplan: Südtiroler Landesregierung ignoriert Umweltverträglichkeits-Beirat.

Skipistenplan: Südtiroler Landesregierung ignoriert Umweltverträglichkeits-Beirat. © Aktionsgemeinschaft Reischach für eine lebensWERTE Zukunft

Die Südtiroler Landesregierung hat Anfang Juni die Änderungen im Skipistenplan gutgeheissen und damit mehreren umstrittenen Projekten wie dem Zusammenschluss der Hochpustertaler Skigebiete "Helm" und "Rotwand" oder dem "Projekt Ried" am Kronplatz bei Bruneck/I zugestimmt.
Die Südtiroler Landesregierung hat sich mit ihrem Beschluss grossteils über den Umweltverträglichkeits-Beirat hinweggesetzt. CIPRA-Südtirol kann nicht nachvollziehen, "in welch leichtfertiger Art und Weise die Entscheidungen des UV-Beirates, der bei der Mehrzahl der vorliegenden Projekte ein negatives Gutachten abgegeben hat, übergangen werden. Hier werden ganz klar kurzfristige Wirtschaftsinteressen vor den Erhalt von Natur und Landschaft gestellt". Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz zieht daher einstweilen seinen Vertreter aus dem UV-Beirat zurück.
Umstritten ist unter anderem das "Projekt Ried", das die Anbindung des Skigebiets Kronplatz an die Schiene umfasst. Dazu würden eine Umlaufbahn, sieben Kilometer Piste mit Beschneiungsanlage, die zum Grossteil unter 1'500 Meter liegen würde, und eine Brücke über die Rienz neu gebaut. Die BefürworterInnen sprechen von einer verbesserten Ökobilanz, die GegnerInnen von einer fadenscheinigen Begründung für den Ausbau des Kronplatzes. "Mit dem Bau der Ried-Piste", so CIPRA-Südtirol, "wird ein bisher völlig unberührter Hang am Kronplatz erschlossen, was einen weithin sichtbaren Eingriff darstellt".
Einzige Auflage der Landesregierung für das "Projekt Ried" ist, dass die Gemeinde keine Baukonzession ausstellen darf, bevor nicht das Procedere zur Volksbefragung abgeschlossen ist, die voraussichtlich im Herbst stattfinden wird. Gegen das Projekt wurden im Herbst 2009 7'000 Unterschriften eingereicht. Der neue Bahnhof in Percha ist aber bereits fertig gestellt.
Quelle und weitere Infos: CIPRA Südtirol, www.provinz.bz.it/lpa/service/news (de/it).
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