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«Allianz in den Alpen» setzt sich ein für nachhaltige Klimamassnahmen Gemeinden vernetzen, Klima schützen

Exkursionsteilnehmende in der Biomasse-Nahwärme-Anlage in Götzis/A

Mit welchen Strategien können Gemeinden dem Klimawandel gegenübertreten? Exkursionsteilnehmende in der Biomasse-Nahwärme-Anlage in Götzis/A im Rahmen der Tagung «Gemeinden machen Klima». © «Allianz in den Alpen»

Das Gemeindenetzwerk «Allianz in den Alpen» dreht am Klimaregler: Die 270 Mitgliedsgemeinden arbeiten verstärkt daran, das Klima nachhaltig zu schützen und Anpassungen an klimatische Veränderungen zu ermöglichen. Das neue Programm «dynAlp-climate» unterstützt sie dabei.
Sich mit dem Klimawandel auseinanderzusetzen, ist derzeit «in». Angesichts der Dringlichkeit besteht jedoch insbesondere im Alpenraum die Gefahr, dass bei der Ergreifung von Klimamassnahmen Nachhaltigkeit und Naturschutz vom Tisch gewischt werden.
Das neue Programm dynAlp-climate der «Allianz in den Alpen» beugt dem seit Juli 2009 vor. Das Gemeindenetzwerk unterstützt seine Mitglieder bei ihrer nachhaltigen Auseinandersetzung mit dem Klimawandel. Die Allianz vermittelt ihren Mitgliedern mit Information, Beratung und Schulung einen Überblick über die Möglichkeiten. Das Lernen voneinander steht dabei im Mittelpunkt.

Austausch über Grenzen hinweg
Zum Beispiel erfuhren französische Allianz-Mitglieder im September 2009 bei einer Reise nach Vorarlberg/A, wie eine Gemeinde Vorreiterin sein kann beim energieeffizienten Bauen mit dem regionalen Werkstoff Holz. Im November 2009 befassten sich die Unterengadiner Mitgliedsgemeinden in Tschlin/CH anlässlich einer Zukunftskonferenz mit den dringlichsten Fragen zur regionalen Entwicklung. Sie wollten das Erreichte und die jetzige Situation beurteilen und vor allem neue Projekte lancieren – Aktivitäten, die das Klima schützen sowie gleichzeitig Wertschöpfung generieren, natürliche Ressourcen schonen und kulturelle Identität und gesellschaftliches Zusammenleben fördern.
Wichtig ist auch der überregionale Austausch. Im Januar wurden in Mäder/A an einer gemeinsamen internationalen Tagung des Gemeindenetzwerks und der CIPRA Beispiele von Klima-Verminderungsmassnahmen des gesamten Alpenbogens in allen Alpensprachen präsentiert und in einer Podiumsdiskussion erörtert. Um Anpassungsmassnahmen, insbesondere im Tourismus, geht es dann am 4. und 5. Juni an der Jahrestagung von «Allianz in den Alpen» in Kamnik/Sl (siehe Seite 22, Dies & Das).

Gemeinsam für mehr Lebensqualität im Alpenraum
Das Vorgängerprojekt von dynAlp-climate, DYNALP², das sich der nachhaltigen Entwicklung und der Umsetzung der Alpenkonvention widmete, hat die positiven Wirkungen gezielter Förderungen bewiesen. Daher strebt das Gemeindenetzwerk in einer zweiten Phase von dynAlp-climate auch die finanzielle Unterstützung ausgewählter Klimaschutz- und Anpassungsmassnahmen sowie spezifische Beratungstätigkeiten an (siehe Kasten). Dank den Verbindungen mit dem CIPRA-Projekt cc.alps, wo beispielhafte Klimamassnahmen gesammelt und aufbereitet werden, und den erwähnten Bewusstseinbildungsmassnahmen werden gute Voraussetzungen geschaffen, sodass die dynAlp-climate-Projekte tatsächlich zu einem nachhaltigen Umgang mit dem Klimawandel beitragen.

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Start für Klimaprojekte in Gemeinden
Dank der finanziellen Zusage der MAVA Stiftung für Natur, kann das Gemeindenetzwerk «Allianz in den Alpen» nach DYNALP² seine Mitglieder auch im Rahmen des Programms dynAlp-climate bei der Umsetzung der Alpenkonvention unterstützen. Gemeinden der Allianz, oder solche, die es werden wollen, erhalten im Rahmen des Projektes fachliche und finanzielle Unterstützung für Initiativen und Aktivitäten, die sich positiv auf das Klima auswirken oder zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels beitragen. Detaillierte Informationen folgen im Frühsommer. Um Kontaktaufnahme wird bereits jetzt gebeten. Kontaktpersonen sind die jeweiligen Betreuer.
www.alpenallianz.org (de/fr/it/sl)
abgelegt unter: