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Wissen teilen zur Implementierung eines ökologischen Kontinuums in und über die Alpen hinaus und Sichtbarmachen von Korridoren und Fragmentierung

Im vergangenen November folgten 100 Personen aus acht europäischen Ländern der Einladung zu einem Workshop in Grenoble/Frankreich und nutzten diese Gelegenheit für einen aktiven Wissenstransfer über ökologische Netzwerke.
Die Diskussionen im Rahmen des Workshops halfen den ECONNECT-Partnern, sich auf geeignete Methoden zu verständigen, die nun zur Modellierung von Lebensräumen und Korridoren im gesamten Alpenraum sowie zur Sichtbarmachung ökologischer Barrieren verwendet werden.
In verschiedenen Präsentationen wurden methodische Vorgehensweisen aus verschiedenen Fallstudien vorgestellt und mit den Teilnehmern diskutiert. Es wurden Diskussionsgruppen gebildet für den Wissensaustausch über drei wichtige Aspekte der Projektmethode und Projekttätigkeit: aquatische Korridore, terrestrische Korridore und partizipative Ansätze. Der Workshop als Instrument für den aktiven Wissenstransfer im Rahmen des Arbeitspakets 8 profitierte vom Fachwissen und von der direkten Beteiligung aller Teilnehmer und brachte viele nützliche Ergebnisse für alle beteiligten Interessenträger, Verwalter, Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftler und Meinungsführer.
Aufgrund der Expertendiskussionen während des Workshops legten die Partner des Arbeitspakets 5 geeignete Methoden für die Habitat- und Korridormodellierung im gesamten Alpenraum sowie für die Sichtbarmachung ökologischer Barrieren fest. Für diese Arbeit wurden Korridormodelle für die funktionelle Landschaftsvernetzung (Functional Landscape Connectivity Corridor Models) gewählt. Die Wahl der geeigneten Modellierungsmethoden war der erste wichtige Schritt zur Identifizierung von Korridoren und Barrieren.
Der nächste Schritt im Arbeitspaket 5 ist die Sammlung von Beobachtungsdaten über die Indikatorenarten (vier Waldsäugetiere, zwei Vögel, zwei Wassertiere). In diesem Zusammenhang wurden Gespräche mit verschiedenen Experten geführt und die Daten über eine Vogelart (Birkhuhn) sind ausreichend, um mit dem Modellierungsprozess zu beginnen. Die Sammlung weiterer Daten ist dennoch wünschenswert. Derzeit wird mit den vorhandenen Daten über das Birkhuhn ein Test durchgeführt und erste Ergebnisse werden in Kürze vorliegen.
Mehr über das Projekt ECONNECT: www.econnectproject.eu