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Alpine Flusslandschaften: Ökologische Verbindungen, Barrieren und Fragmentierung

Hydrokraftwerk

© Universität Innsbruck

Wie stark ist eine Flusslandschaft zerschnitten? Was sind die größten Barrieren und Hürden in Alpenflüssen? Mit diesen Fragen befasst sich das Institut für Ökologie der Universität Innsbruck im Rahmen seiner ECONNECT-Aktivitäten. Die Ergebnisse werden mit Hilfe von GIS dargestellt und im Anschluss werden mit den regionalen Wasserbehörden Gespräche über die Verringerung der Auswirkungen von ökologischen Barrieren und deren Rückbau geführt.
Flusslandschaften sind wichtige Lebensräume, Ausbreitungs- und Wanderwege für Wasser- und Landtiere sowie für Pflanzen. In dicht besiedelten Gebieten der Alpen und besonders in der Nähe von Schutzgebieten wurden die Flusslandschaften stark verändert und häufig zerstört. Dadurch wird die natürliche Ausbreitung und Wanderung von Land- und Wasserarten eingeschränkt oder sogar unterbunden. Ziel des Arbeitspakets 5 ist es, diese Situation zu verbessern, indem Möglichkeiten für den Aufbau von ökologischen Verbindungen und den Abbau von Barrieren und ihren Auswirkungen analysiert werden.
In einem ersten Schritt werden Barrieren analysiert, die die Durchlässigkeit von Fließgewässern - längs, seitwärts, vertikal und zeitlich - behindern. Zur Darstellung der Zerschneidung werden Fragmentierungsindexe verwendet. Parallel dazu werden typische Lebensräume und Flusstiere und -pflanzen (Lachsforelle, Äsche, Wels, Tamariske, ...) identifiziert. Potenzielle Barrieren, die den Lebensraum und die Ausbreitung dieser Arten beeinträchtigen können, werden in Karten dargestellt.
In der aktuellen Projektphase konzentriert sich die Arbeit auf bestimmte Pilotregionen. Dort werden bestehende Barrieren und Hürden in den Flusslandschaften identifiziert und mit den zuständigen regionalen Behörden wird anschließend geprüft, wie diese verringert oder beseitigt werden können.
Weiteres zu diesem Thema:www.econnectproject.eu/cms/?q=news/de