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Österreich: Erschliessungsdruck im Hochgebirge nimmt zu

Die psychologische Hemmschwelle bei der Planung und Genehmigung von Projekten in sensiblen Hochgebirgsräumen ist im Jahr 2009 weiter gesunken. Der Österreichische Alpenverein (ÖAV) warnt vor der Zerstörung alpiner Landschafts- und Erholungsressourcen. Er fordert Rahmenbedingungen für eine ausgewogene alpine Raumordnung, damit das charakteristische alpine Landschaftsbild erhalten bleibt.
Österreichweit ist ein Trend zur Errichtung von Seilbahnen und skitechnischen Einrichtungen in Schutzgebieten und anderen landschaftlich wertvollen Gebieten zu beobachten. Als Beispiele sind hier die geplante Seilbahn durch das Naturschutzgebiet Warscheneck, die Stollenbahn durch die Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern von Sportgastein zum Schareck oder das Pendelbahnprojekt im Ruhegebiet "Kalkkögel" zu nennen.
2010 will der ÖAV alle diese Fälle eingehend prüfen. In einer Ende 2009 abgehaltenen Pressekonferenz forderte der ÖAV die Tiroler Landesregierung auf, Rahmenbedingungen zu schaffen, die keine Erschließungen in Schutzgebieten zulassen.
Der Piz Val Gronda ist ein besonders interessantes Beispiel dieses Prozesses. Seit 30 Jahren ist der schweizerisch-österreichische Grenzberg immer wieder durch neue Erschließungsvorhaben bedroht. Angesichts der reichhaltigen Pflanzenwelt und der außergewöhnlichen geologischen und geomorphologischen Vielfalt des Gebietes konnten diese Pläne bislang verhindert werden.
Der Fachbeitrag des ÖAV "Piz Val Gronda - einzigartige Naturoase in Österreichs Bergen" steht unter: www.alpenverein.at/naturschutz/Publikationen (in Deutsch) zum Download zur Verfügung.