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Bilanz zur leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe in der Schweiz

LSVA und Gewichtslimite haben die freie Fahrt des Strassengüterverkehrs vorübergehend verhindert.

LSVA und Gewichtslimite haben die freie Fahrt des Strassengüterverkehrs vorübergehend verhindert. © mendyk.net/flickr.com

Neun Jahre nach der Einführung der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe LSVA auf Schweizer Strassen hat das Schweizer Bundesamt für Raumentwicklung ARE Bilanz gezogen. Der Bericht "Fair und effizient - Die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) in der Schweiz" zeigt auf, dass die Effizienz der Schwerverkehrstransporte dank der LSVA und der gleichzeitig eingeführten höheren Gewichtslimite von 40 Tonnen für Lastwagen und -züge massiv gesteigert werden konnte.
Jedoch hat sich der prozentuale Anteil des Bahngüterverkehrs nicht wesentlich verändert, trotz der gestiegenen Transportkosten im Strassengüterverkehr.
Laut Bericht sank von 2001 bis 2006 die Zahl der alpenquerenden Lkw-Fahrten von 1.400.000 auf 1.180.000. Dies bestätigte auch Alf Arnold, Geschäftsführer des Vereins "Alpen-Initiative". Arnold wies auf Anfrage jedoch darauf hin, dass die Bahn im Güterverkehr seit der Eröffnung des Gotthard-Strassentunnels 1980 jährlich um ein bis zwei Prozent des Marktanteils verloren habe. "Der Trend geht in Richtung eines wachsenden Marktanteils der Strasse. Die LSVA und die erhöhte Gewichtslimite haben die Zunahme des Gütertransportes auf Strassen nur vorübergehend abgefedert.", erläuterte Arnold. In den Jahren 2007 und 2008 habe die Zahl alpenquerender Fahrten wieder zugenommen - dies geht auch aus dem Bericht hervor. Arnold prognostizierte einen massiven Verlust der Bahn am Marktanteil. Zentrale Massnahmen, dem aktuellen Trend zu begegnen, seien die rasche Einführung der Alpentransitbörse sowie die Neuberechnung der LSVA. Die externen Kosten, allen voran die Klimakosten, müssten neu kalkuliert sowie der Teuerungsausgleich berücksichtig werden.
Bericht zum Download: www.are.admin.ch/dokumentation/publikationen (de/fr/en/it)
Weitere Quelle: www.alpeninitiative.ch (de/fr/it/en)