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Privatisierung des Trinkwassers in Italien

Brunnen

Trinkwasser in Italien: Eine Reform strebt die Privatisierung des Wassers an. © Petra Beyrer, CIPRA International

Im Zuge einer Reform der örtlichen öffentlichen Dienstleistungen soll das Trinkwasser in Italien zukünftig liberalisiert werden. Das Dekret der italienischen Regierung sorgt bei den zwei Umweltorganisationen WWF Italien und Legaambiente derzeit für Unmut.
Die zwei Organisationen halten die Liberalisierung für den falschen Weg und warnen vor den negativen Folgen. Spekulationen, grosse Preisanstiege und eine Qualitätsverschlechterung gelten als damit verbundene Gefahren. Der WWF Italien und Legaambiente sprechen sich ausserdem dafür aus, dass das Wasser Gemeinschaftsgut bleibt.
Bedroht von der Reform sind auch Gemeinden in der Gegend von Biella - auch das "Dorf des Wassers" genannt - in der gleichnamigen Provinz Biella im Piemont, die schon seit Jahren gegen die fortschreitende Privatisierung kämpfen. Es handelt sich dabei um einen Zusammenschluss von mehreren privaten Wasserkonsortien, die "freies Wasser" in Topqualität zu den niedrigsten Tarifen in Europa anbieten. Doch die Zahl der Konsortien nimmt immer weiter ab. Gründe dafür sind der Druck der Aktiengesellschaften, die Gesetzeslage sowie die steigende Bürokratisierung. Doch das "Dorf des Wassers" ist bestrebt, weiterhin gegen die Liberalisierung zu kämpfen.
Quellen: www.uonna.it/acqua-paese-ribelle.htm (it), www.wwf.it/client/ricerca (it), www.legambiente.eu/archivi (it)